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„Ich kenne da jemanden …” © Peter Berger

Michael Mayer ist Nationaldirektor von BNI Österreich und ­Deutschland; http://www.bni.de/Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

© Peter Berger

Michael Mayer ist Nationaldirektor von BNI Österreich und ­Deutschland; http://www.bni.de/Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

26.06.2015

„Ich kenne da jemanden …”

Gastkommentar Michael Mayer, BNI

Back to the roots Ein lokales und zugleich internationales Netzwerk ist kein Widerspruch. Das zeigt BNI in Österreich nun seit nunmehr zehn Jahren. In einzelnen Unternehmerteams treffen sich Vertreter jeder Branche im Morgengrauen, um effizient zu netzwerken; im Vordergrund steht dabei die persönliche Komponente.

Die Back-to-the-Roots-Mentalität und die kleinteilig strukturierte Unternehmerlandschaft in Österreich bestätigen, dass hyperlokale Netzwerke, wo sich Friseur, Installateur, Rechtsanwalt, PR-Berater und Werber aus dem gleichen Grätzel treffen, im Trend liegen. Das nicht umsonst. Eine Studie von AC Nielsen zeigt: Wir leben in einer Empfehlungsökonomie; 96 Prozent der Konsumenten treffen ihre Kaufentscheidungen aufgrund persönlicher Weiterempfehlungen. Das heißt: Umsätze steigen durch Mundpropaganda. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, ihr Netzwerk, ihre Markenbotschafter von sich zu überzeugen.
In Zeiten, wo das Social Web und Massen an Information in Form von Werbeplakaten, Fernsehspots oder Zeitungsinseraten um die Aufmerksamkeit jedes Individuums kämpfen, steigt die Relevanz persönlichen Empfehlungsmarketings ins Unermessliche. Und trotzdem investieren viele Unternehmer zeitliche und vor allem finanzielle Ressourcen in die Gestaltung von Anzeigen und Inseraten. Dabei wäre es so einfach: Ein Netzwerk, das lokal tätig ist und trotzdem internationale Synergien bilden kann, könnte hier eine Lösung sein.
Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Unternehmens­berater, der in Wien tätig ist; einer Ihrer Kunden sitzt in San Francicso – dort braucht der Kunde dringend ein ­Konzil eines Steuerberaters. Statt Hunderte LinkedIn-Profile oder ­Google zu durchforsten, ruft der Steuerberater jemanden aus seinem Netzwerk an und fragt: „Kennst du da wen?” und Sie wissen schon, irgendjemand kennt jemand anders, der wieder jemanden kennt, der zufällig renommierter Steuerberater in San Francisco ist.

Visitenkarten sammeln ist die falsche Taktik

Ein Netzwerk ist nur dann stabil, wenn man seine Netzwerkknotenpunkte genau kennt und sie im Idealfall auch persönlich trifft. Es hat wenig Sinn, als Branchenveranstaltungs-Tourist von einem Event zum nächsten zu eilen und einige Visitenkarten zu sammeln und zu verteilen. Es wäre eine Illusion, zu glauben, so erhalte man ein effizientes Netzwerk.
Unser Netzwerk macht den Mehrumsatz für Unternehmen messbar. Allein im letzten Jahr konnten 516 Millionen Euro an Umsatz nur durch Empfehlungen der Netzwerk-Mitglieder in der D-A-CH-Region generiert werden, 74 Millionen Euro davon allein in Österreich. Die Philosophie „Wer gibt, gewinnt” treibt die Unternehmer an, Kollegen aus ihrem Team ihren Freunden, Bekannten, Geschäftspartnern und Kunden weiterzuempfehlen. Somit wurde die Phrase „Kennst du da nicht jemanden” vor allem für KMU und EPU und deren Business professionalisiert. Mundpropaganda entscheidet, ob ein Unternehmen reüssiert oder auch nicht.

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