REAL:ESTATE
Besser als die Deutschen © EHL

Gutes Zeugnis Der österreichische Immobilienmarkt ist im Europavergleich ganz weit vorn zu finden und vor allem für langfristig denkende, sicherheitsorientierte Käufer absolut erste Wahl.

© EHL

Gutes Zeugnis Der österreichische Immobilienmarkt ist im Europavergleich ganz weit vorn zu finden und vor allem für langfristig denkende, sicherheitsorientierte Käufer absolut erste Wahl.

Redaktion 05.10.2018

Besser als die Deutschen

Der heimische Immobilieninvestmentmarkt erfreut sich so starker Nachfrage seitens internationaler Investoren wie selten zuvor und bringt hohe Renditen.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Der österreichische Markt wird von großen internationalen Käufern in erster Linie an alternativen Investitionsmöglichkeiten in deutschen Städten gemessen und dieser Vergleich fiel in jüngster Vergangenheit sehr oft zugunsten der Alpenrepublik aus.

„Wir sind aktuell in vielerlei Hinsicht das bessere Deutschland”, betont Franz Pöltl, Geschäftsführender Gesellschafter der EHL Investment Consulting, speziell die Attraktivität der Bundeshauptstadt. „Wien ist die zweitgrößte deutschsprachige Stadt, die prozentuell am stärksten wachsende Metropole im deutschsprachigen Raum und selbst in der Hochkonjunktur gibt es keinen überhitzten Mietenmarkt. Damit sind die Perspektiven mindestens ebenso gut wie in den deutschen Big 5 (Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Köln), aber die Renditen sind um ca. 25 bis 50 Basispunkte höher – ein gewaltiger Unterschied für einen in Jahrzehnten denkenden Investor.”

Die größten Deals

Bei den zwei Dutzend größten Transaktionen ab 70 Mio. € der vergangenen 18 Monate kamen in 16 Fällen ausländische Käufer zum Zug, in der obersten Größenklasse ab 100 Mio. € gaben internationale Investoren mit neun von zwölf Deals bzw. 74% des Transaktionsvolumens noch eindeutiger den Ton an.

Bei beiden Megadeals jenseits der Grenze von einer halben Mrd. € haben deutsche Käufer zugeschlagen (Verkauf des Austria Campus an PGIM Real Estate bzw. des The Icon Vienna an die Allianz).
Negative Aspekte kann Pöltl in der Dominanz ausländischer Käufer nicht erkennen: „Es kommen durchwegs seriöse, institutionelle Investoren zum Zug, die ausschließlich an einer langfristigen und stabilen Investition interessiert sind. Es fließt viel Kapital nach Österreich, und da die Objekte zum größten Teil von heimischen Entwicklern verkauft werden, bleibt auch die Wertschöpfung im Land.”
Wenn es derzeit auf dem Investmentmarkt überhaupt ein „Problem” gibt, dann ist es die Verfügbarkeit von Objekten. „Es gibt genug Geld im Markt, und allein die von EHL betreuten, internationalen Investoren würden jederzeit mehrere Milliarden investieren – wenn es entsprechend interessante Immobilien zu kaufen gäbe.”

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL