Der erste „Güteziegel”
© Landesinnung Bau Wien/Kurt Keinrath
Der „Güteziegel” mit entsprechender Prägung kann bei jedem Immobilienprojekt verbaut werden, an dem ein Wiener Baumeister maßgeblich beteiligt ist.
FINANCENET REAL:ESTATE Redaktion 30.10.2020

Der erste „Güteziegel”

Die Innovation steht für die Expertise der Baumeister und wurde in der Hernalser Hauptstraße 197 erstmals verlegt.

WIEN. Die Landesinnung Bau der Wirtschaftskammer Wien verwendete am 20. Oktober 2020 erstmals den neuen „Güteziegel” der Wiener Baumeister bei einem sanierten Altbau im 17. Bezirk.

„Der Jahrhundertwendebau in der Hernalser Hauptstraße 197 ist ein neues Schmuckstück und ein Paradebeispiel für die Arbeit, die Baumeister täglich in unserer Stadt leisten”, erklärt Innungsmeister Rainer Pawlick. „Daher haben wir dieses Projekt für den ersten ‚Güteziegel' ausgewählt.” Seit 2019 wird der Jugendstil-Altbau aus dem Jahr 1904 mit zwölf Wohneinheiten, einem Geschäftslokal und einer Gesamtfläche von 1.050 m² von Grund auf revitalisiert; die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2021 geplant.
„Die geförderte Sockelsanierung in Verbindung mit Dachgeschoßaus- und Liftzubau ist ein wichtiger Faktor für das Baugewerbe und für die Erneuerung des Wiener Stadtbilds”, betont Baumeister Christoph Steffel.

Gedämpfte Aussichten für 2021

Laut einer aktuellen Analyse des Instituts für Höhere ­Studien (IHS) erwirtschafteten insgesamt 2.092 aktive Baugewerbe­betriebe 2019 rund drei Mrd. € Umsatz und erreichten eine Bruttowertschöpfung von 1,1 Mrd. € für Wien.

Sie schufen bzw. sicherten damit direkt mehr als 18.000 Arbeitsplätze und erzielten 325 Mio. € für direkte Kaufkraft­effekte für Wien.
Dennoch gibt es viele Un­sicher­heiten – angefangen beim ohnehin schon stark spürbaren Fachkräftemangel, der durch die Corona-bedingten, teilweisen Grenzschließungen noch verschärft wird, bis hin zu Verzögerungen bei Baugenehmigungsverfahren. (pj)

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