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Die Brückenmeister © Gregor Hartl/Habau Group

Ende Februar wurde mit der Endmontage, dem „Einschwimmen” der Neuen ­Donaubrücke Linz, begonnen.

© Gregor Hartl/Habau Group

Ende Februar wurde mit der Endmontage, dem „Einschwimmen” der Neuen ­Donaubrücke Linz, begonnen.

Redaktion 05.03.2021

Die Brückenmeister

In Oberösterreich wird konsequent in Infrastruktur investiert – derzeit wird u.a. eine Brücke „eingeschwommen”.

LINZ. Aktuell am spektakulärsten ist die Neue Donaubrücke, für deren Errichtung 2018 eine ARGE aus der zur Habau Group gehörenden MCE, der Strabag und der Porr von der Landeshauptstadt beauftragt wurde.

Bis 2016 befand sich an dieser Stelle eine zweispurige Eisenbahnbrücke – diese hat nach 116 Jahren ihre technische Lebensdauer überschritten und musste abgetragen werden. Bis Ende 2021 soll nun die Zügelgutbrücke in Stahlverbundbauweise fertiggestellt werden. Die neue Donauquerung überführt zwei Fahrstreifen für den motorisierten Individualverkehr, Busspuren sowie unter- und oberstromseitig angeordnete Geh- und Radwege.
Im Rahmen des „Einschwimmens” werden seit Ende Februar die jeweils 2.800 t schweren, über 100 m langen und 32 m breiten Stahlkonstruktionen mithilfe von speziellem Transportequipment auf die entsprechenden Schwimmeinheiten transportiert. Diese Pontoneinheiten werden mit Seilen in ihre Endlage gezogen und die Brückenteile in ihrer finalen ­Position auf den Pfeilern abgesetzt.
„Wir stehen hier vor der Herausforderung, einerseits Stahlbrückenteile von über 2.500 Tonnen zu bewegen, andererseits die architektonische Ausgestaltung der Brücke auf funktionelle Art und Weise zu bewahren und umzusetzen”, erklärt MCE-Geschäftsführer Dieter Reitz.

Weitere Brückenbauten

2016 gab es mit der Nibelungen­brücke und der Voest-Brücke zwei intakte Brückenverbindungen – danach wurde die Steyreggerbrücke saniert und hinzu kamen die beiden Voest-Bypassbrücken, die im vergangenen Jahr für den Verkehr freigegeben wurden.

Aktuell werden in Mauthausen eine weitere „Neue Donaubrücke” und die „Vorlandbrücke Niederösterreich” in Angriff genommen; die beauftragte Bietergemeinschaft besteht aus den Büros FCP Fritsch, Chiari & Partner ZT (Wien) und Schimetta Consult ZT (Linz). (pj)

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