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Die Immo-Preise werden realistischer © Florence Stoiber

Realismus Die Preisvorstellung zwischen Verkäufern und Käufern von Bauland haben sich seit 2016 kontinuierlich angenähert. Insbesondere im Vergleich zum Vorjahr ist ein großer Sprung zu beobachten.

© Florence Stoiber

Realismus Die Preisvorstellung zwischen Verkäufern und Käufern von Bauland haben sich seit 2016 kontinuierlich angenähert. Insbesondere im Vergleich zum Vorjahr ist ein großer Sprung zu beobachten.

Redaktion 07.12.2018

Die Immo-Preise werden realistischer

Die Preisschere bei Baugrundstücken in Österreich hat sich deutlich geringer als im Vorjahr geöffnet.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. willhaben und IMMOuni­ted haben erneut die ­heimischen durchschnittlichen Angebots- und Verkaufspreise von Baugrund unter die Lupe genommen. Zwischen 1.7.2017 und dem 30.6.2018 lag die dabei ermittelte, durchschnittliche ­Preisschere österreichweit bei 8,77%.

Dieser Wert liegt rund sechs Prozentpunkte unter den Vorjahresergebnissen. In knapp zwei Drittel der Bezirke lagen die Preisvorstellungen von Verkäufern und Käufern dieses Mal deutlich näher aneinander als im Vorjahr.
Die größten Differenzen zwischen den Preisvorstellungen von Verkäufern und Käufern fanden sich in Leibnitz (19,3%) und Graz-Umgebung (19,0%). Nahezu keine Unterschiede gab es hingegen in Vöcklabruck und auch in Gänserndorf (0,49%), dort lag die Abweichung klar unter einem Prozent. Die Differenz zwischen den durchschnittlichen Angebots- und Kaufpreisen von Bauland in den Bezirken Braunau, Linz, St. Pölten Land, St. Veit an der Glan und Wiener Neustadt pendelte sich bei rund neun Prozent ein und entspricht damit dem österreichweiten Schnitt.

Transparenz wirkt positiv

„Vor allem verglichen mit dem Vorjahr, ist nun ein großer Sprung zu beobachten”, erklärt Judith Kössner, Leiterin des Immobilien-Bereichs bei willhaben. „Das ist eine sehr positive Entwicklung, die wir auch weiter fördern möchten.”

Auch Roland Schmid, Eigentümer und GF der IMMOunited GmbH, begrüßt diesen Verlauf: „Es ist erfreulich, dass die von uns geschaffene Transparenz sich offensichtlich positiv auf die realistische Preisfindung bei Immobilienverkäufen auswirkt.”
Abgesehen von den analysierten Angebotspreisen, zeigen die Auszüge aus dem Grundbuch, dass die Kaufpreise für Baugrundstücke seit 2009 im Schnitt um 4,63% angestiegen sind. Dabei waren bei rund 11% aller Baulandtransaktionen in dieser Zeit gewerbliche Käufer involviert.
Des Weiteren zeigt dieser auf 2009 ausgeweitete Blick, dass über die vergangenen Jahre hinweg die durchschnittliche Größe eines neu gekauften Baugrunds in Österreich bei 973 m2 lag.
Die Käufer zahlten im Schnitt 180.727 € und sind statistisch gesehen 40,84 Jahre alt.

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