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Felix Austria © PantherMedia / Jörg Hackemann

„Der österreichische Immobilienmarkt hat sich bisher als äußerst krisen­sichere Anlage­möglichkeit erwiesen”, so Stephan Größ, Partner bei EY Law und Leiter des Real Estate-Sektors für EY Österreich. Und der Trend dürfte sich fortsetzen.

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„Der österreichische Immobilienmarkt hat sich bisher als äußerst krisen­sichere Anlage­möglichkeit erwiesen”, so Stephan Größ, Partner bei EY Law und Leiter des Real Estate-Sektors für EY Österreich. Und der Trend dürfte sich fortsetzen.

Redaktion 18.02.2022

Felix Austria

Der Immobilienmarkt der Alpenrepublik wird von Investoren als höchst ­vielversprechend und krisenresistent bewertet.

WIEN. Der österreichische Immobilienmarkt bleibt auch 2022 attraktiv für Investoren und konnte im Vergleich zum Vorjahr sogar an Attraktivität zulegen, beschreibt das EY Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt 2022 die Großwetterlage am heimischen Realitätenmarkt. Dazu befragte EY über 60 aktive Investoren und weitere Marktteilnehmer am österreichischen Immobilienmarkt. 93% der Marktteilnehmenden sind sich sicher, dass Österreichs Immobilienmarkt attraktiv ist – mehr als die Hälfte der Befragten (52%) empfindet den Standort sogar als sehr attraktiv – das sind deutlich mehr als im Vorjahr (35%).

Auch das Investmentvolumen werde sich in diesem Jahr stabilisieren, nachdem die Covid-19-Pandemie im Vorjahr für leichte Verunsicherung gesorgt hat: Während 2021 noch fast ein Drittel (28%) mit einem sinkenden Investitionsvolumen gerechnet hat, geht heuer nicht einmal jeder Zehnte (neun Prozent) davon aus. Die Hälfte der Befragten (51%) rechnet damit, dass das Investitionsvolumen auf hohem Niveau bleiben wird, zwei von fünf (40%) gehen sogar davon aus, dass es weiter steigen wird.

Attraktiver Standort

„Trotz der großen Unsicherheit aufgrund der Pandemie hat sich der österreichische Immobilienmarkt bisher als äußerst krisensichere Anlagemöglichkeit erwiesen. Der Trend dürfte sich auch im nächsten Jahr fortsetzen – ein wirklich gutes Zeichen für den Standort und heimischen Immobilienmarkt”, sagt Stephan Größ, Partner bei EY Law und Leiter des Real Estate Sektors für EY Österreich.

Nach wie vor ungebrochen bleibt aller Voraussicht nach der Preisanstieg bei den Wohnimmobilien: Die Investoren gehen in allen Lagen von steigenden Preisen für diese Assetklasse aus. Ähnlich entwickeln werde sich die Situation am Markt für Logistikimmobilien; auch hier erwarten die Befragten eine weitere Teuerung über alle Lagen hinweg. Größ dazu: „Der österreichische Markt ist für nationale wie internationale Investoren interessant. Bei dieser weiterhin hohen Nachfrage für die als sicher geltende Anlageform ist es deshalb nicht verwunderlich, dass auch ein weiterer Preisanstieg speziell im Wohn- und Logistiksegment erwartet wird.”

Interesse & Desinteresse

Wenig überraschend ist daher auch, dass das Wohnsegment auch für 2022 wie bereits in den drei Jahren zuvor die beliebteste Asset-Klasse (90%) bleibt. Auch Immobilien im Gesundheitsbereich gewinnen zunehmend an Attraktivität für Investoren (67% versus 43% im Vorjahr).

Rückläufig ist hingegen das Interesse an Büroliegenschaften: Waren 2021 noch 70% daran interessiert, so ist es in diesem Jahr weniger als die Hälfte (49%) der Befragten. Auch das Hotellerie-Segment sowie Shoppingcenter stehen dieses Jahr mit jeweils rund 30% weniger im Investmentfokus.

Dauerthema Digitalisierung

Wie alle Branchen sieht sich auch der Immobiliensektor durch die beiden Megatrends Digitalisierung (89%) und Klimawandel (87%) in den nächsten fünf bis zehn Jahren am stärksten beeinflusst. Gleichauf mit dem Klimawandel auf Platz 2 liegt zudem die Urbanisierung bzw. Dezentralisierung. Der demografische Wandel, der im Vorjahr noch als stärkster Einflussfaktor gesehen wurde (100%), hat heuer etwas an Bedeutung verloren (86%).

„Digitalisierung und Klimawandel: Das sind genau jene Trends, die nicht nur in Österreich, sondern weltweit und in allen Branchen für umfassende Transformationsprozesse sorgen werden. Immobilieninvestoren und -entwickler sind dringend angehalten, diese Trends in ihren Strategien, Geschäftsmodellen und Gebäuden zu berücksichtigen. Nur so ist auch in Zukunft sichergestellt, dass Immobilien, aber auch der österreichische Immobilienmarkt als Ganzes, attraktiv bleiben”, betont Größ. (hk)

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