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Hamburg ruft die UBM © MPP
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05.02.2016

Hamburg ruft die UBM

Österreichs führender Immobilienentwickler konzentriert sich noch stärker auf die Anlageklassen Hotels, Wohnen und Büro.

••• Von Paul Christian Jezek

HAMBURG. Die UBM Development AG baut das Deutschland-Geschäft weiter aus und hat die Tochter­gesellschaft Münchner Grund Immobilien Bauträger GmbH nun auch in den Norden geschickt.

Erstes Vorhaben in der Hansestadt ist die Errichtung von zwei neuen Hotels im aufstrebenden Stadtteil Borgefelde im Bezirk Hamburg-Mitte. Entsprechend den hohen Standards von UBM und den Prinzipien nachhaltiger Immobilien­entwicklungen sollen die Häuser als Green Building ausgeführt und von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in „Gold” zertifiziert werden.

Höhere Erträge

Projektpartner ist die Munich Hotel Invest GmbH, mit der UBM bereits beim Frankfurter Flughafen ein Hotel entwickelt. „Wir können hier bei annähernd gleichen Baukosten höhere Erträge erzielen”, sagt UBM-CEO Karl Bier. „Um die Hotelentwicklung und weitere Projekte vor Ort betreuen zu können, wollen wir schon nächstes Jahr in der Elbemetropole eine neue Niederlassung eröffnen.”

Die beiden Hotels in der Eiffestraße werden auf zusammengerechnet 20.500 m² Bruttogeschoßfläche 252 Zimmer und 322 Zimmer umfassen. Das 3.760 m² große Grundstück wurde bereits im Oktober 2015 erworben. Der Bauantrag soll im Frühjahr eingereicht werden, die Fertigstellung wird voraussichtlich 2018 erfolgen. Damit sich die Neubauten gut in das Umgebungsbild einfügen, ist geplant, die Fassade in einer für Hamburg typischen Klinkeroptik zu gestalten.
Borgefelde gilt generell als vielversprechender Stadtteil: Die früheren Gewerbe- und Handelsimmobilien werden zunehmend von schicken Offices oder stylishen Lofts verdrängt.

Zentrale Lage

Der Baugrund ist nur 100 m vom Berliner Tor mit den Schnellbahnlinien 1 und 21 sowie den U-Bahnlinien 2, 3 und 4 entfernt.

Von diesem Verkehrsknotenpunkt aus erreicht man ohne umzusteigen in 5 Minuten den Jungfernsteg, in 8 Minuten die Landungsbrücken, in 9 Minuten die Speicherstadt und in 22 Minuten den Flughafen. In der Hauptverkehrszeit fährt die S-Bahn sogar alle 10 Minuten zum Airport. Die zentrale Lage und die hervorragende Verkehrsanbindung versprechen eine gute Auslastung, da sowohl Businessgäste als auch Städtetouristen die neuen Hotels frequentieren werden.

Weg vom Autobahn-Geschäft

Die noch stärkere Konzentration der UBM aufs Kerngeschäft wurde vor Kurzem mit dem Verkauf der Beteiligungen an den beiden ungarischen Autobahn-Konzessionsgesellschaften M6 Duna mit einem Betriebs- und Konzessionszeitraum von 2006 bis 2026 und M6 Tolna (2010 bis 2038) demonstriert.

„Mit dem Verkauf der M6-Anteile verfolgen wir zielstrebig unsere Strategie, den Fokus auf die wichtigsten Anlageklassen Wohnen, Hotel und Büro in unseren Heimmärkten Österreich, Deutschland und Polen zu verstärken”, erklärt Bier. „Darüber hinaus steuert die UBM mit dem Verkauf der Beteiligungen M6 auf ein neues Rekordergebnis zu – wir sind zuversichtlich, dass der erwartete Net cash-in für 2015 eine positive Auswirkung auf die Nettoverschuldung und die ­Eigenkapitalquote der UBM haben wird.”
Die beiden Autobahnbeteiligungen waren im Rahmen der Abspaltung des Immobiliengeschäfts der Porr AG in die PIAG Immobilien AG Mitte des Jahres 2014 und der Fusion der PIAG in die UBM Development AG im Februar 2015 ins UBM-Portfolio integriert worden. Als Lead Financial Advisor gegenüber UBM agierte in dieser Transaktion die KPMG Advisory GmbH, führende Transaktions-Rechtsberater war Hogan Lovells LLP.

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