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Mehr Nachhaltigkeit bei Immobilien © Ingenhoven Architects/H. G. Esch

Green ­Buildings Der Event „Neue Technologien und Materialien: Wege zu einer sauberen und energieeffizienten Welt” behandelte das Thema saubererer und energieeffizienterer Technologien und Materialien.

© Ingenhoven Architects/H. G. Esch

Green ­Buildings Der Event „Neue Technologien und Materialien: Wege zu einer sauberen und energieeffizienten Welt” behandelte das Thema saubererer und energieeffizienterer Technologien und Materialien.

PAUL CHRISTIAN JEZEK 04.05.2018

Mehr Nachhaltigkeit bei Immobilien

Grünes und nachhaltiges Bauen ist heute nicht länger eine Option, sondern ein absolutes Muss für Projektentwickler.

••• Von Paul Christian Jezek

CANNES. Auf der diesjährigen MIPIM bekamen die Teilnehmer eine 360°-Vision von Aspekten wie Mobilität, Stadtplanung, neue Technologien, Architektur und Design. „Es ist heute auch wichtig, Nachhaltigkeit aus Sicht der Stadt zu betrachten und entsprechende Strategien um­zusetzen”, sagte MIPIM-­Direktor Ronan Vaspart. „Dieses Thema berührt (auch) Mobilität, Infrastruktur und Energie­effizienz.”

Bis 2050 will die EU gemäß Roadmap der Kommission die Treibhausgasemissionen um 80% gegenüber dem Niveau von 1990 senken. Die Energieausbeute soll u.a. durch Modernisierung des Gebäudebestands sowie den Ersatz fossiler Brennstoffe durch Strom und erneuerbare Energien verbessert werden. Zum Thema Nachhaltigkeit gehört auch die Mobilität in Städten, der die Veranstaltung „Urbane Mobilität: Infrastruktur in Bewegung” gewidmet war.
Angesichts begrenzter Ressourcen und zunehmender Weltbevölkerung ist der Verkehr ein wesentlicher Indikator für den Fortschritt urbaner Gebiete.

Zehn Stockwerke Sperrholz

Auf der MIPIM präsent war Waugh Thistledon, architektonisches Mastermind hinter Dalston Lane, dem weltweit größten Gebäude aus Brettsperrholz und einem bahnbrechenden Projekt für Holzbauten in hochverdichteten urbanen Wohngebieten.

Das zehngeschossige Londoner Gebäude mit 121 Wohneinheiten besteht komplett aus Brettsperrholz und wiegt lediglich ein Fünftel eines Betonbaus gleicher Größe. Das Projekt ist Gegenstand interessanter Partnerschaften mit dem Londoner Bezirk Hackney und dem Holzkonstruktionsspezialisten Ramboll und hat internationales Interesse auf sich gezogen.
Ein weiterer Teilnehmer war die Lendlease-Gruppe, deren Wiederbelebung des Elephant Park in Südlondon eines von 18 großen städteplanerischen Projekten im Rahmen eines Flaggschiffprogramms der C40 Cities Climate Leadership Group ist, das sich Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen in den Megastädten der Welt verschrieben hat.
Der Elephant Park soll bis 2020 CO2-positiv werden und umfasst zudem auch die ­ersten Häuser nach dem Passiv­haus­standard im Zentrum von ­London.

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