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„Preisschere”: 12 Prozent © Panthermedia.net/Eduard Goričev

Die durchschnittliche Größe eines gekauften Baugrunds lag zuletzt bei 972 m², wofür im Schnitt 189.935 € bezahlt wurden.

© Panthermedia.net/Eduard Goričev

Die durchschnittliche Größe eines gekauften Baugrunds lag zuletzt bei 972 m², wofür im Schnitt 189.935 € bezahlt wurden.

Redaktion 04.12.2020

„Preisschere”: 12 Prozent

Die Differenz zwischen Angebots- und Verkaufspreisen ist in Österreich regional sehr unterschiedlich ausgeprägt.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Die aktuelle Gesundheitskrise hat erneut bekräftigt: Das Eigenheim mit Garten ist auch hierzulande ein höchst beliebtes Gut.

Grundstückskäufe, die sich für ein entsprechendes Projekt eignen, sind jedoch rückläufig. Das zeigt eine Auswertung der Immobilienplattform willhaben gemeinsam mit dem Grundbuch­experten Immounited. Die Anzahl an Transaktionen solcher Baugründe ist gegenüber der Vorjahres-Erhebung um knapp sechs Prozent zurückgegangen; im Gegenzug dazu ist der durchschnittliche Kaufpreis allerdings um ca. acht Prozent gestiegen.
Besonders herausfordernd scheint die Situation für angehende Häuslbauer offenbar in Salzburg: Hier ist die Trans­aktionszahl entsprechender Gründe sogar um 23,5% zurückgegangen. Auch in Ober­österreich und Vorarlberg gab es einen Rückgang von fast zehn Prozent.
Um jedenfalls eine marktgerechte Preisfindung zu unterstützen, haben willhaben und Immounited auch heuer die Angebots- und Verkaufspreise von Baugrund in ganz Österreich unter die Lupe genommen.
Zwischen dem 1.7.2019 und dem 30.6.2020 lag die dabei ermittelte, durchschnittliche „Preisschere” österreichweit bei 12,19%. Die größten Differenzen finden sich in Neusiedl am See (29,24%) und Mistelbach (28,93%).
Keinen bis kaum einen Unterschied gibt es hingegen in der Steiermark – konkret in Weiz (0%) und Graz-Umgebung (0,74%).

Realistische(re) Preise

Was Grundstückspreise betrifft, sind Verkäufer und Käufer in vielen Regionen Österreichs bereits recht einig. In etwa der Hälfte aller analysierten Bezirke liegt der ­Verhandlungsspielraum unter zehn Prozent, was zeigt, dass Gründe vielerorts bereits zu sehr realistischen Preisen auf den Markt kommen.

„Wenn allen Beteiligten die not­wendigen Informationen vorliegen, können faire, ­realistische Deals gemacht werden”, kommentiert Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer der Immounited GmbH. „Das ist eine wesentliche Voraussetzung für einen stabilen Markt.”

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