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Schnell und hoch © Architektur: Kaden+Lager/Visualisierungen: Third

Das 34 Meter hohe Skaio wird Deutschlands erstes Hochhaus aus Holz (Architektur: Kaden+Lager, Visualisierung: Third).

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Das 34 Meter hohe Skaio wird Deutschlands erstes Hochhaus aus Holz (Architektur: Kaden+Lager, Visualisierung: Third).

Paul Christian Jezek 19.01.2018

Schnell und hoch

Die Strabag baut zwei Abschnitte der S7 nördlich von Warschau – und Deutschlands erstes Holzhochhaus.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN/WARSCHAU. Über zwei Tochtergesellschaften soll die Strabag die beiden Aufträge mit einem Gesamtvolumen von PLN 828 Mio. – umgerechnet rund 198 Mio. € – in knapp drei Jahren abwickeln.

„Wir haben letztes Jahr bereits fünf Abschnitte der Schnellstraße S7 an die polnische Generaldirektion für Nationalstraßen und Autobahnen übergeben”, sagt Strabag-Chef Thomas ­Birtel. „Das Gesamtprojekt soll den Norden Polens mit dem Süden verbinden.” Ein 22 km langer Abschnitt führt von Strzegowo bis Pienki, der andere, 14 km lange Abschnitt führt weiter von Pienki bis Płonsk.
Die S7 wird zweispurig ausgeführt; im Auftrag enthalten ist zudem die Errichtung mehrerer Straßenkreuze, Rastplätze sowie der Beleuchtungs- und Entwässerungsinfrastruktur.
In Deutschland leistet inzwischen eine Strabag-Tochter ­Pionierarbeit mit dem höchsten Holzhaus des Landes: Züblin und die Stadtsiedlung Heilbronn GmbH errichten mit dem zehngeschossigen Hochhaus Skaio nach den Plänen des Berliner Architekturbüros Kaden+Lager das mit 34 m Höhe erste Holzhochhaus in Deutschland mit einer oberirdischen Bruttogeschossfläche von 5.685 m² für 60 Mietwohnungen mit insgesamt 3.300 m² Wohnfläche.

Deutlich verkürzte Bauzeit

Das Gebäude wird in Holz-Hybrid-Bauweise von Züblin Timber errichtet; Wände und Decken sind dabei aus Holz und werden den überwiegenden Teil der Konstruktion ausmachen. Ganz ohne Beton kommt die neuartige Hybrid-Konstruktion aber nicht aus: Sockelgeschoss und Treppenhaus bestehen jeweils aus Stahlbeton und werden zuerst ausgeführt. Die Fassade wird von außen mit Aluminium-Platten verkleidet. Ein großer Vorteil der Bauweise ist die kurze Bauzeit: Die Holzbauteile werden weitgehend vorgefertigt und vor Ort lediglich montiert.

Zum Auftrag der Stadtsiedlung Heilbronn zählt noch ein zweiter Holz-Hybridbau; dieses ebenfalls von Züblin zu errichtende Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von 1.572 m² bietet auf fünf Etagen Raum für 13 Wohnungen. Beide Neubauten sind Teil der Stadtausstellung zur Buga 2019 und des neuen Stadtquartiers Neckarbogen.

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