REAL:ESTATE
Viel Bewegung am Markt © Dockal

Wohnen und Büros „Der Markt ist weiterhin von einem starken Nachfrageüberhang geprägt”, konstatiert Franz Pöltl, Geschäftsführender Gesellschafter der EHL Investment Consulting.

© Dockal

Wohnen und Büros „Der Markt ist weiterhin von einem starken Nachfrageüberhang geprägt”, konstatiert Franz Pöltl, Geschäftsführender Gesellschafter der EHL Investment Consulting.

Redaktion 11.05.2018

Viel Bewegung am Markt

Der Mangel an verfügbaren Top-Objekten besonders im Einzelhandelssegment und bei Büros führt dazu, dass Käufer mehr Risikobereitschaft zeigen müssen.

WIEN. Im ersten Quartal 2018 waren auf dem Immobilieninvestmentmarkt erneut einige bemerkenswerte Transaktionen zu verzeichnen.

Besonders hervorzuheben ist der Erwerb eines Portfolios von acht Einkaufszentren durch die Bayerische Versorgungskammer, der Verkauf des Objekts Mariahilfer Straße 47 an einen Privatinvestor sowie die Verkäufe mehrerer Fachmarktzentren, darunter das FMZ Nordring ­Vösendorf oder die Arena Mattersburg. Diese Deals waren hauptverantwortlich für das starke Comeback des Segments Einzelhandelsimmobilien.
Im Bereich Wohnen war die mit Abstand größte Transaktion der von EHL vermittelte Verkauf von fünf der zehn Bauteile des Neubauprojekts „Das Ensemble” in Wien-Erdberg an einen deutschen institutionellen Investor.
Ein weiterer deutscher Fonds ist in Vorbereitung für den Kauf mehrerer Wohnprojekte in Wien und den Landeshauptstädten in einem ähnlichen Volumensbereich von rund 100 Mio. €.

Weiter großes Marktvolumen

Im Bürobereich stach der Verkauf eines Objekts mit 111.500 m2 in der Lassallestraße von der Unicredit an Imfarr hervor.

Diese beachtlich hohe Zahl an größeren Transaktionen sorgte auch dafür, dass das erste Quartal mit einem Gesamtvolumen von ca. einer Mrd. € wider Erwarten ans hohe Transaktionsniveau des Vorjahres anknüpfen konnte – auch ohne Mega-Deals mit Volumina bis zu 500 Mio. €, welche das Marktgeschehen im Vorjahr entscheidend geprägt haben.
Damit blieb die Marktaktivität trotz der vielen Unsicherheiten über mangelndes Angebot und der geringen Anzahl an transaktionierbaren Immobilien im langfristigen Vergleich überdurchschnittlich hoch.
Auffällig an den Zahlen für das erste Quartal war der vergleichsweise hohe Anteil an Einzelhandelsimmobilien am Gesamtvolumen, der mit 34% fast doppelt so hoch ausfiel wie jener von Büroimmobilien (18%).

Logistik-Immos als Nachzügler

Der Bereich Logistik leidet hingegen noch unter dem ausgeprägten Mangel an zum Verkauf stehenden Objekten.

Die einzige bemerkenswerte Transaktion in diesem Bereich war der Verkauf eines europaweiten Portfolios von Alpha Industrial an Frasers Property Investments. (pj)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL