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Vision Steildach © Dachvisionen/Franz Pflügl

Reinhold Lindner (Dachvisionen), Günther Trimmel und Isabella Wall (Trimmel Wall Architekten), Michael Foisel (v.l.).

© Dachvisionen/Franz Pflügl

Reinhold Lindner (Dachvisionen), Günther Trimmel und Isabella Wall (Trimmel Wall Architekten), Michael Foisel (v.l.).

Redaktion 06.12.2019

Vision Steildach

Die Plattform Dachvisionen setzt ein Zeichen und startet mit dem „Steildach Award Österreich” ins kommende Jahr.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. In der Bundeshauptstadt geht man davon aus, dass die Bevölkerungszahl bis 2048 um 289.000 Menschen (+15,5%) steigen wird und dann 2,2 Mio. Menschen in Wien leben werden.

Aber Wien ist mit dieser Entwicklung nicht allein – Innsbruck wird beinahe um 30% wachsen, knapp gefolgt von Graz mit 27 und Eisenstadt mit 25,9%. Die urbanen Gebiete benötigen also immer mehr Raum für immer mehr Menschen, und es stellt sich die Frage nach dem benötigten Wohnraum.
Dafür weiter in die Fläche zu gehen, ist angesichts des Umweltkontrollberichts kein Thema. Denn laut Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek muss der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt werden, um in den Bereichen Klimaschutz, Biodiversität, Mobilitäts- und Energiewende weitere Schritte zu setzen. Einer der festgemachten Trends betrifft die tägliche Flächeninanspruchnahme: Sie ist trotz steigendem Nutzungsdruck in den letzten Jahren leicht zurückgegangen. Der Versiegelungsgrad ist mit 41,2% nahezu gleich geblieben; Abhilfe können hier effiziente Raumplanung sowie strategisches Flächenmanagement schaffen.

Wenn die Dächer wachsen …

Genau hier setzt die Plattform Dachvisionen an. „Das Steildach ist zum einen eine ausgereifte und traditionelle Lösung bei neu errichteten Einfamilienhäusern”, erklärt Dachvisionen-Präsident Michael Foisel. „Vor allem ist es auch eine zukunftsorientierte Lösung für großvolumige Sanierungen. Hier schafft man Raum, der vorher entweder gar nicht vorhanden war oder aber nicht sinnvoll genutzt wurde.”

Dementsprechend wächst der Steildachmarkt. Der Treiber dafür ist mit Abstand der Wohnbau mit knapp über 7 Mio. m². Das größte Plus im Vorjahr kommt aus Wien mit plus zwei Prozent, und in dieser Größenordnung wird auch die gesamte Entwicklung für 2019 prognostiziert. Denn durch einen gut geplanten Ausbau entsteht kostengünstig zusätzlicher wertvoller Wohn- und Lebensraum.
Steildächer bieten vor allem in Bestandsgebäuden den Vorteil, die Dachgeschoßfläche optimal auszunutzen: Laut Bauordnung verändert sich die Gebäudehöhe nicht, wenn auf das oberste Stockwerk ein Dach mit 45° Neigung aufgesetzt wird. Und was früher die Beletage war, ist heute das Dachgeschoß: das schönste Stockwerk des Hauses. Dann kann in den Rohdachböden der Gründerzeit hochwertiger Wohnraum geschaffen werden.

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