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100 Milchbauern vor dem Aus © Parlamentsdirektion/Mike Ranz

Wolfgang Pirklhuber: „Kein milchproduzierender Betrieb soll zusperren.”

© Parlamentsdirektion/Mike Ranz

Wolfgang Pirklhuber: „Kein milchproduzierender Betrieb soll zusperren.”

Ornella Luna Wächter 03.03.2017

100 Milchbauern vor dem Aus

Die Alpenmilch Logistik GmbH schließt und lässt viele Bauern ohne Abnehmer zurück.

••• Von Ornella Luna Wächter

WIEN. Das Geld reichte nicht aus, um die hohen Transportkosten zu zahlen, die Milchpreise seien einfach zu niedrig dafür, begründete Johann Furtmüller die Schließung der Alpenmilch Logistik GmbH. Am 31. März sollen die Pforten endgültig geschlossen und die Tätigkeiten eingestellt werden. Geschäftsführer Furtmüller hatte erst im Vorjahr die Bio-Molkerei Lembach im Mühlviertel schließen müssen, dessen Eigenmarke „Besser Bio” samt Produktion wurden von Salzburg Milch übernommen.

Existenzen gefährdet

Bereits im Oktober 2016 wurden die Milchbauern in einem Schreiben von der heran­rückenden Schließung informiert. 158 Milchbauern sind von der Schließung der Alpenmilch ­Logistik betroffen, die u.a. von den Salzburger Molkereien übernommen werden.

100 weitere Bauern stehen aber nach wie vor ohne Vertrag und damit auch ohne Abnehmer da. Von den betroffenen Bauern in Nieder- und Oberösterreich wurden 2016 etwa 40 Mio. l Milch im Jahr produziert, die nun ohne Vertragspartner versauern könnten; die Abhängigkeit der Milchbauern von großen Molkereien ist damit unübersehbar. Konkrete Lösungen für die Bauern, so der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber, sollen auf dem zweiten österreichischen Milchdialog besprochen werden.

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