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Amazon investiert weiter in Österreich © Go Asset Development GmbH

Amazon hat seine Europa-Zentrale in Luxemburg und keinen eigenen Firmensitz in Österreich. Laut Medienberichten musste Amazon im Coronajahr 2020, als der Onlinehandelboomte, keine Körperschaftssteuern in der EU zahlen.

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Amazon hat seine Europa-Zentrale in Luxemburg und keinen eigenen Firmensitz in Österreich. Laut Medienberichten musste Amazon im Coronajahr 2020, als der Onlinehandelboomte, keine Körperschaftssteuern in der EU zahlen.

Redaktion 25.06.2021

Amazon investiert weiter in Österreich

Zwei Paket-Umschlagslager in Wien und ein Standort in NÖ; neue Verteilzentren in Graz und Kärnten geprüft.

WIEN / SEATTLE. Der amerikanische Onlinehändler Amazon will seine Paket-Verteilstandorte in Österreich weiter ausbauen. „Wir prüfen derzeit die Möglichkeiten, Verteilzentren in der Steiermark (Graz) und in Kärnten zu eröffnen”, heißt es dazu von Amazon. Zuletzt gab es auch Medienberichte über einen möglichen Standort in Vorarlberg.

Nach dem im Oktober 2018 eröffneten Zustellzentrum im niederösterreichischen Groß­ebersdorf eröffnete Amazon ein weiteres Paket-Umschlagslager in Wien-Liesing im August 2020 und in Wien-Simmering im Februar 2021. Statt mit den Logistikern Post, DHL und Co lässt Amazon von dort via lokale Lieferpartner zustellen. In den Paket-Verteilstandorten des US-Onlinehändlers arbeiten hierzulande bereits über 500 Mitarbeiter.
Amazon ist der größte Kunde der Österreichischen Post – und wird durch den Aufbau der Eigenzustellung auch ihr größter Wettbewerber werden. „Die wachsen weiter und sie nehmen uns Anteile weg”, sagte Post-Chef Georg Pölzl kürzlich. „Trotzdem werden wir auch weiter wachsen, weil der Gesamtmarkt wächst.”

Mehr als nur Zustellung

Neben den Zustellzentren betreibt Amazon ein Forschungs- und Entwicklungs-Zentrum in Graz und eine Web Services-Niederlassung in Wien.

Das Zustellzentrum in Groß­ebersdorf war wegen Schwarzarbeit und Abgabenhinterziehung bei Amazon-Zustellpartnern im Vorjahr in die Schlagzeilen geraten; die Finanzpolizei hat in der Vorwoche das Verteilzentrum in Großebersdorf erneut kontrolliert. (APA/red)

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