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Bilanz der Palmers Textil AG: Wachstum in allen Geschäftsbereichen © Lukas Lorenz

Tino Wieser, Vorstand und Eigentümer der Palmers Textil AG

© Lukas Lorenz

Tino Wieser, Vorstand und Eigentümer der Palmers Textil AG

Redaktion 23.11.2020

Bilanz der Palmers Textil AG: Wachstum in allen Geschäftsbereichen

Nachdem Palmers bereits vor Wochen die Kennzahlen des Geschäftsjahres 2019/20 präsentiert hat, liegt nun die finale Bilanz vor.

WIEN. Der Lagebericht bezieht sich dabei auf den Zeitraum zwischen 1. Februar 2019 und 31. Jänner 2020 und legt nahe, dass das Unternehmen mit seiner Strategie auf dem richtigen Weg ist. Dazu erläutert Tino Wieser, Vorstand und Eigentümer: „Mit unserem Palmers-Versprechen ‚Beste Passform, beste Qualität und beste Beratung‘ richten wir unser Unternehmen zu 100 Prozent an den Bedürfnissen der Kunden aus. Und so konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 trotz des stagnierenden Marktumfeldes ein flächenbereinigtes Wachstum von +6,7 Prozent in unseren eigenen Standorten in Österreich verzeichnen. Insgesamt konnten wir in der Gruppe ein Umsatzplus von knapp vier Prozent erwirtschaften. Darauf sind wir stolz.“

Matvei Hutman, gleichfalls Vorstand und Eigentümer der Palmers Textil AG, betont den wichtiger werdenden Beitrag des E-Commerce am Erlös: „Als massiver Wachstumstreiber hat sich der Bereich E-Commerce mit einem Umsatzplus von beeindruckenden 53 Prozent herausgestellt. Zahlreiche Initiativen werden hier in den kommenden Jahren den stationären Handel mit unserem Webshop verknüpfen.“ Neben mehr als 300 Shops in 17 Ländern ist das Familienunternehmen im Onlinehandel auf einem klaren Wachstumspfad in Richtung Omnichannel.

Palmers auf stabilem Wachstumspfad
Des Weiteren konnte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2019/20 ein positives Betriebsergebnis und Ergebnis vor Steuern erwirtschaften. Konkret verbesserte sich das Betriebsergebnis im abgelaufenen Wirtschaftsjahr um 0,56 Mio. € auf 0,84 Mio. €. „Die Bilanzsumme ist von 41,4 Millionen Euro auf 43,6 Millionen Euro gestiegen, das EBITDA wiederum konnte um 23 Prozent auf 3,1 Millionen Euro gesteigert werden und die Eigenkapitalquote lag im Geschäftsjahr 2019/20 bei zwölf Prozent“, sagt Luca Wieser, der dritte Vorstand und Eigentümer der Palmers Textil AG. Er führt aus: „Nachdem sich die nationale Wirtschaft 2019 nach einem überproportionalen Konjunkturaufschwung wieder merklich abgekühlt hat und sich der Wäschemarkt tendenziell stagnierend entwickelt, ist es umso bemerkenswerter, dass der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019/20 ein klares Wachstum ausweist. Das haben wir nicht nur unserer Unternehmensstrategie, sondern auch unserem starken Image, einem außerordentlichen Bekanntheitsgrad von beinahe 100 Prozent und einem hohen Stammkundenanteil zu verdanken. Während das Auslandsgeschäft weiterhin anspruchsvoll bleibt, entwickelt sich unser Kerngeschäft Österreich sehr positiv.“

Die Auswirkungen von Covid-19
Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2019/20 startete Palmersim Februar 2020 stark in das laufende Wirtschaftsjahr – die verstärkte Ausbreitung von Covid-19 sowie die Schließung aller heimischen Palmers-Standorte per 16. März 2020 ging jedoch auch an dem heimischen Marktführer im Wäschebereich nicht spurlos vorbei. Bereits im Zuge der Pressekonferenz im September 2020 erklärte Matvei Hutman: „Palmers hat eine über 100-jährige Geschichte und viele Ups and Downs erlebt. Ich denke, dass die letzten zwölf Monate die schnelllebigsten in der gesamten Historie waren. Gemeinsam haben wir die Palmers Textil AG wieder zurück auf den Wachstumspfad geführt. In der schlimmsten Wirtschaftskrise der letzten Dekaden konnten wir nicht nur alle Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter erhalten, sondern auch zusätzliche mit der Gründung unseres Tochterunternehmens Hygiene Austria mit der Lenzing AG schaffen.“ Dennoch ist damit zu rechnen, dass das Coronavirus einen spürbaren Effekt auf das aktuelle Geschäftsjahr 2020/21 haben wird. Denn, so Hutman: „Der Umsatzverlust aufgrund der vorübergehenden Geschäftsschließungen wird sich trotz der überdurchschnittlichen Umsatzsteigerung im E-Commerce und der nunmehrigen Stabilisierung im stationären Handel in der Bilanz des laufenden Geschäftsjahres mit Sicherheit bemerkbar machen." (red)

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