Billa schluckt Adeg
© Rewe Group / Gergely
Brian Beck (l.) leitet das neue Großhandelsressort, Jürgen Öllinger wird neuer (ressortinterner) Adeg-Geschäftsführer.
RETAIL Redaktion 08.07.2022

Billa schluckt Adeg

Das Großhandelsgeschäft der Rewe liegt ab sofort bei Billa, Adeg bleibt als operative Einheit und Marke.

WIENER NEUDORF. Im Vorjahr 2021 gab die Rewe International bekannt, sich stärker auf den „Hauptfokus im Lebensmittel­einzelhandel und -großhandel” fokussieren zu wollen, und einigte sich mit der Metro auf die Übernahme der AGM-Zentrale samt neun der wichtigsten Standorte; nun ist der Deal durch (medianet berichtete), und Billa strukturiert um: Das Großhandelsgschäft des Konzerns liegt ab sofort bei Billa, der neue Bereich wird vom bisherigen Adeg-Vorstandssprecher Brian Beck geleitet.

„Mit diesem Schritt stärken, bündeln und vereinheitlichen wir unsere Großhandelsaktivitäten unter einer Verantwortung. Das Adeg-Großhandelsgeschäft und künftig auch die Billa-Kaufleute werden somit aus einer Hand betreut”, erklärte Rewe-Vorstand Marcel Haraszti.

Marke Adeg besteht weiter

Adeg wird organisatorisch als eigene Einheit im Billa-Ressort Großhandel mit den Geschäftsfeldern Selbstständiger Einzelhandel und Kooperationspartner weitergeführt – mit eigenständigem Vertrieb, Category Management, Marketing und Ladenbau. Die Leitung übernimmt Jürgen Öllinger als Geschäftsführer mit der operativen Verantwortung für den Adeg Großhandel, die Adeg-Kaufleute und die Kooperationspartner.

„Die Adeg bleibt als Marke bestehen”, stellt Haraszti klar. Die Adeg-Kaufleute seien „innerhalb des Konzerns die wichtigsten Nahversorger im ländlichen Raum und werden das auch bleiben. Wir bekennen uns klar zum Kaufmannstum, das mit der Adeg in Österreich und der Rewe in Deutschland eine lange und erfolgreiche Historie hat”, so Haraszti abschließend.

Zukunft zweier Märkte offen

Das Schicksal der zehn Standorte, welche die AGM gegenwärtig noch auf ihrer Website ausweist, ist noch nicht zur Gänze geklärt: Während der AGM Wolfsberg zur Kastner Gruppe wandert und die Standorte in Wiener Neustadt, St. Pölten, Neusiedl, Graz, Hartberg, Liezen und Spittal wie geplant von der Metro übernommen werden dürfen, ist die langfristige Zukunft der Großmärkte in Bludenz und Klagenfurt noch ungewiss – gemäß Entscheid der Bundeswettbewerbsbehörde muss die Metro diese nach einer Übergangsfrist an den Mitbewerb veräußern. (haf)

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