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Coca-Cola HBC Österreich nimmt größte Photovoltaikanlage im Burgenland in Betrieb © obcura
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Redaktion 09.09.2019

Coca-Cola HBC Österreich nimmt größte Photovoltaikanlage im Burgenland in Betrieb

Klimaschonend und unerschöpflich: Erneuerbare Energiequellen sind die Zukunft der Energiegewinnung.

EDELSTAL. Coca-Cola HBC ist in 28 Ländern tätig und füllt die Produkte der The Coca-Cola Company als Lizenznehmer für den heimischen Markt ab. Im burgenländischen Edelstal ist in den vergangenen Jahren ein Vorzeigebetrieb der Unternehmensgruppe entstanden. Umweltschutz und der effiziente Umgang mit Ressourcen sind fester Bestandteil des Coca-Cola Systems. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Investitionen getätigt, um die ambitionierten Ziele des Unternehmens auch in Österreich umzusetzen. „Gruppenweit, also in allen 28 Ländern, werden wir die direkten CO2-Emissionen im Vergleich zu 2010 bis 2020 um 50 Prozent senken – ein Ziel, das wir in Österreich längst erreicht haben. Nichtsdestotrotz wollen wir uns natürlich noch weiter verbessern“, hält Frank O’Donnell, General Manager von Coca-Cola HBC Österreich fest. Bereits seit 2017 werden alle Produkte in Edelstal ausschließlich unter Nutzung von Ökostrom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Mit der Photovoltaikanlage erfolgt jetzt ein weiterer großer Schritt.

Grüner Strom für 600 Haushalte, Einsparung von 725 Tonnen CO2 pro Jahr
Die heute bei einem feierlichen Festakt offiziell in Betrieb genommene Anlage wurde von Selina Photovoltaic GmbH in Zusammenarbeit mit SOL Photovoltaic Capital GmbH errichtet und wird von diesen Unternehmen auch betrieben. Die 2,86 MWp große Anlage verfügt über 9.200 PV-Module und ist somit die größte Anlage im Burgenland und die sechstgrößte Österreichs. Pro Jahr erzeugt die Anlage rund 2.924 GW/h Strom, der in das lokale Stromnetz eingespeist wird. Das entspricht dem Jahresverbrauch von rund 600 Einfamilienhaushalten mit jeweils vier Personen. Egmont Fröhlich, geschäftsführender Gesellschafter von Selina Photovoltaic: „Entsprechend der aktuellen Stromnutzung gehen wir davon aus, dass rund 99 Prozent des PV-Stroms direkt im Produktionsbetrieb verbraucht werden. Damit können rund 12 Prozent des jährlichen Energiebedarfs des Werks gedeckt werden.“ Insgesamt spart die Photovoltaikanlage rund 725 Tonnen CO2 pro Jahr gegenüber konventioneller Stromerzeugung, das entspricht dem Jahresausstoß von 400 Mittelklasse-Pkw mit einer Kilometerleistung von 15.000 Kilometer pro Jahr.

Das Land der Sonne: 2.000 Sonnenstunden im Burgenland
Die Voraussetzungen für eine optimale Nutzung könnten in der Region nicht besser sein: Mit rund 2.000 Sonnenstunden ist das Burgenland das sonnigste Bundesland, wie auch Meteorologin Dr. Christa Kummer bei der Inbetriebnahme veranschaulicht. Sie befürwortet privatwirtschaftliche Initiativen wie diese: „Es freut mich ganz besonders, dass große Unternehmen wie Coca-Cola HBC Österreich auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein setzen. Was hier umgesetzt wird, was auch von uns Konsumenten verlangt wird, hat ein hohes Maß an Vorbildwirkung. Der Einsatz erneuerbarer Energiequellen ist ein Gebot der Stunde – gerade im Burgenland auf die Kraft der Sonne zu setzen, ist eine smarte Entscheidung. So geht Klimaschutz!“

Auch Nationalrat Erwin Preiner lobt Initiativen in diese Richtung, denn „wir haben diese Erde nur geliehen.“
Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig betont den Vorbildcharakter von Unternehmen: „Mit der Inbetriebnahme der Photovoltaik-Anlage wird ein sichtbares Zeichen für erneuerbare Energien und den Klimaschutz gesetzt. Hier wird die Relevanz von Nachhaltigkeit, ökologischer Orientierung und Innovationsgeist unterstrichen. Umwelttechnik, Klimaschutz und thermische Sanierung sind wichtige Wachstumsbringer der Zukunft. Gleichzeitig hat diese Anlage auch Vorbildfunktion für andere Betriebe im Burgenland und solle zum Nachmachen animieren. Denn jeder kann eine Photovoltaikanlage an seiner Fassade oder auf seinem Dach integrieren und damit Energie und Kosten sparen.“

Nachhaltiger Arbeitgeber in der Region
Seit 90 Jahren wird in Österreich Coca-Cola abgefüllt, mehr als 500 Millionen Liter Getränke der Marken Coca-Cola, Fanta, Sprite und natürlich Römerquelle werden jährlich in Edelstal produziert. In Coca-Cola steckt also viel mehr Österreich, als so mancher denkt. „Als einer der größten Arbeitgeber in der Region sind wir uns der Verantwortung für die Bevölkerung und der Umwelt bewusst. Wir wollen für unsere rund 350 Mitarbeiter am Standort nicht nur ein attraktives Arbeitsumfeld schaffen, sondern auch unseren ganz lokalen Beitrag für nachhaltige Ressourcenschonung leisten. Hier ist in den vergangenen Jahren bereits sehr viel passiert“, bekräftigt Frank O’Donnell.

Ambitionierte Nachhaltigkeitsziele
Um Nachhaltigkeit als Unternehmen tatsächlich zu leben und die ambitionierten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, muss man sich strecken – nur dann gelingen große Schritte mit Wirkung. „Der Schutz der Ressource Wasser ist für uns ein großes Thema: Wir reduzieren seit Jahren sukzessive den Wasserverbrauch pro Liter produziertem Getränk. Durch laufende Investitionen konnte der Wert von mehr als zwei Litern im Jahr 2013 auf 1,68 Liter im Jahr 2018 gesenkt werde. Mit der Einführung der 100 Prozent Recycled-PET Flasche bei unserer Mineralwassermarke Römerquelle im April diesen Jahres ist uns innerhalb der Getränkebranche, aber auch innerhalb des Coca-Cola Systems, ein echter Meilenstein gelungen. Hier schließt sich der Kreis, denn die CO2-Reduktion, die wir sowohl mit unseren rPET Flaschen als auch mit der neuen Photovoltaikanlage vorantreiben, ist das Dach über allen unseren Nachhaltigkeitsbemühungen “, so Frank O‘Donnell abschließend. (red)

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