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Der Mensch bleibt im Mittelpunkt © Franz Pfluegl (2)

8. Markant Informationstag: Moderatorin Nadja Mader mit Alois Kruth (GF Markant AG, l.) und Thomas Zechner (GF Markant).

© Franz Pfluegl (2)

8. Markant Informationstag: Moderatorin Nadja Mader mit Alois Kruth (GF Markant AG, l.) und Thomas Zechner (GF Markant).

Redaktion 06.12.2019

Der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Beim achten Markant Informationstag ging es um die Zukunft des Handels im Zeichen der Digitalisierung

WIEN. Der diesjährige Informationstag der Markant Österreich wartete nicht nur mit einem gewohnt vielseitigen Veranstaltungs- und Vortragsprogramm auf, sondern obendrein mit einem Besucherrekord: Thomas Zechner, Geschäftsführer der Ländergesellschaft, begrüßte rund 330 Teilnehmer im Wiener Palais Ferstl und lud zum „gemeinsamen Blick über den Tellerrand” bei der Erörterung der Frage nach den Anforderungen, die unsere zunehmend digitalisierte Welt an den Handel stellt.

Zechner gab in seinem Statement ein klares Bekenntnis zu einer digitalen Orientierung ab: Oberste Priorität sei es, den Konsumenten zu erreichen – und bei der jungen Kundschaft gehe dies häufig nur über digitale Touchpoints: „Wenn die etwas online nicht finden, sind sie weg”, gab sich Zechner keinen Illusionen hin. Man müsse „Daten, die in Fülle vorhanden sind, aber zum Teil in den falschen Töpfen liegen, so konsolidieren, dass sie Kunden in Echtzeit zur Ver­fügung stehen”, so Zechner weiter.

Der menschliche Kontakt

Die digitale Seite sei „eine Seite der Medaille”, ergänzte Alois Kruth, Geschäftsführer der Markant AG. Genauso wichtig sei aber auch „der persönliche Kontakt”. Die Kooperation lebt davon, dass Menschen in Kontakt seien – ein Dialoggedanke, den man ausbauen wolle, etwa durch die Öffnung des Handels-Forums in Karlsruhe für Partner aus Österreich und der Schweiz.

Hier gibt es neuerdings eine Start-up-Arena, die Kontakte zwischen Newcomern und dem Handel erleichtern soll – ein gelungenes Beispiel für die Verzahnung zwischen digitaler Welt und persönlichem Kontakt, meint Kruth: „Der Einstieg erfolgt über eine digitale Plattform, aber letztlich kommen Menschen zusammen und entscheiden gemeinsam über Geschäfte.”
Auch das von Nadja Mader moderierte Programm beleuchtete die Chancen der Zukunft zwischen Digitalisierung und menschlicher Interaktion.
So erörterte GfK-Marktforscher Marc Knuff, warum Markenartikler heute zunehmend unter Druck geraten und welche Eigenschaften sogenannte Champion Brands auszeichnen. Der bekannte Genetiker Markus Hengstschläger sprach über den „Mut, sich als erster und einziger an einen neuen Platz zu stellen” – und warnte davor, aus Durchschnittswerten der Vergangenheit Strategien für die Zukunft abzuleiten.

Hochkarätige Vorträge

Weiters zugegen waren der Trendforscher Tristan Horx, der zur analogen Gestaltung von Kundenkontakten riet, und Altbundespräsident Heinz Fischer, welcher über die Verwundbarkeit und Stärke der Demokratie referierte. (haf)

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