RETAIL
Ex-Hofer-Chef wird ab Juni deutsche Drogeriemarktkette Müller leiten © Hofer KG

Günther Helm

© Hofer KG

Günther Helm

Redaktion 04.03.2019

Ex-Hofer-Chef wird ab Juni deutsche Drogeriemarktkette Müller leiten

Konzerngründer Müller übergibt Geschäft "fast vollständig" an Helm, zwei Stiftungen wurden in Österreich gegründet, um sein Lebenswerk zu sichern.

WIEN / SATTLEDT. Der ehemalige Hofer-Chef Günther Helm wird ab Juni die deutsche Drogeriemarktkette Müller lenken. "Ja, ich habe mich für Müller entschieden und werde dort den Generationswechsel vollziehen", sagte Helm. Im vergangenen November gab es bereits unbestätigte Medienberichte zur Personalia.

Konzerngründer Erwin Müller ist derzeit mit 86 Jahren noch als Alleingeschäftsführer aktiv. Die Drogeriemarktkette machte zuletzt mit über 800 Müller-Filialen und rund 34.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund vier Mrd. Euro. In Österreich hat Müller rund 80 Filialen und beschäftigt mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen.

"Herr Müller wird sich fast vollständig zurückziehen und sich nur noch um ein paar wenige Bereiche kümmern, worum ich ihn auch gebeten habe", kündigte Helm an. Von der Pressestelle der deutschen Drogeriemarktkette gab es auf APA-Anfrage keine Rückmeldung zur Personalia. Helm verließ Ende 2018 nach 15 Jahren, davon 8 Jahre als CEO der Hofer KG, die Aldi Süd/Hofer-Gruppe "auf eigenen Wunsch und im besten Einvernehmen".

Müller hat im Jahr 2017 auch zwei Stiftungen in Linz und Graz gegründet und seinen einzigen Sohn ausbezahlt. Ziel sei es, sein Lebenswerk zu erhalten, schreibt das Wirtschaftsmagazin. In der Erwin Müller Privatstiftung sitzen im Vorstand laut "Wirtschafts-Compass" der Steuerberater Norbert Ertler, die ehemalige ÖVP-Justizministerin Beatrix Karl und der Unternehmensberater Walter Schiefer. In der E+A Müller Privatstiftung sitzt anstatt von Karl der als Schlecker-Insolvenzverwalter bekannte deutsche Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Arndt Geiwitz. Ertler und Schiefer sind bei der E+A Müller Privatstiftung ebenfalls als Stiftungsvorstände mit an Bord. (red)

 

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL