RETAIL
Flügelverleih mit sehr viel Aufwind © APA / Herbert Neubauer

Am 1. April 1987 brachte Didi Mateschitz Red Bull auf den österreichischen Markt; dem Launch ging eine dreijährige Zulassungs- und Marken­entwicklungs­phase voraus.

© APA / Herbert Neubauer

Am 1. April 1987 brachte Didi Mateschitz Red Bull auf den österreichischen Markt; dem Launch ging eine dreijährige Zulassungs- und Marken­entwicklungs­phase voraus.

Redaktion 01.04.2022

Flügelverleih mit sehr viel Aufwind

Der Red Bull Energy Drink feiert heute 35. Geburtstag – mit 9,8 Mrd. verkauften Dosen und dickem Umsatzplus.

FUSCHL. Red Bull verleiht Flügel: Für dieses „falsche Versprechen” in Sloganform musste das dahinterstehende Unternehmen im Zuge eines Vergleichs einst 13 Mio. USD berappen; auf den nunmehr 35-jährigen Höhenflug des berühmten Energydrinks hatte das freilich keine Auswirkung. Konkret wurden im Jahr 2021 über 9,8 Mrd. Dosen verkauft – ein deutliches Plus von 24,3% gegenüber 2020, das sich entsprechend im Konzernumsatz spiegelt: Dieser wuchs um 23,9% von 6,3 auf 7,8 Mrd. €. Damit zählt Red Bull, das den Löwenanteil seines Umsatzes in den USA macht, zu den zehn größten Unternehmen Österreichs.

Von Thailand nach Österreich

Nachdem Didi Mateschitz Red Bull nach dem Lizenzerwerb der thailändischen Marke „Krating Daeng” (deutsch sinngemäß: „roter Stier”) im Jahr 1984 gemeinsam mit der Unternehmerfamilie Yoovidhya – den Eigentümern von Krating Daeng – gründete, erfolgte am 1. April 1987 die Markteinführung. Die Zulassungsphase nutzte Mateschitz, der heute mit einem Vermögen von über 24 Mrd. € zu den reichsten Menschen der Welt zählt (Platz 56 im Forbes-Ranking 2021), für die Positionierung der Marke, der Verpackung und des Marketingkonzepts.

Der anschließende Siegeszug der blau-silbernen Dosen, angetrieben von der Club- und Partyszene, ließ nicht lange auf sich warten, wenngleich Red Bull etwa beim deutschen Nachbar erst 1994 und in China überhaupt erst 2013 zum Verkauf zugelassen wurde.

Mischkonzern

Heute ist Red Bull der meistverkaufte Energydrink der Welt; der Konzern zählte Ende 2021 rund 13.610 Beschäftigte in 72 Ländern. Konzentrierten sich die Marketingaktivitäten von Red Bull anfangs auf den Extremsport, hat Firmengründer Mateschitz mittlerweile um den Getränkekonzern ein umfassendes Medien-, Immobilien- und Gastronomie-Imperium aufgebaut. Es gibt eigene Formel 1-Teams, Fußball-und Eishockeymannschaften sowie mit ServusTV einen eigenen Fernsehsender.

Organics-Range im Fokus

In Sachen Expansion setzt Red Bull auf die Kernmärkte Westeuropa und USA, auf die Zukunftsmärkte im Globalen Süden sowie auf die weitere Stärkung der 250 ml-Verpackungseinheit und den Rollout der Organics-Range. Die Wachstums- und Investitionspläne sehen laut dem Unternehmen für das Geschäftsjahr 2022 eine Fortsetzung der positiven Entwicklung vor und werden – wie bei Red Bull üblich – aus dem operativen Cashflow finanziert. (APA/red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL