WIEN. Der Formdepot Salon 2026 stellte das Leitthema „Resonanz“ ins Zentrum und übersetzte es in ein ganztägiges Programm aus Installationen, Materialexperimenten, Diskursformaten und sozialer Begegnung. Im Fokus stand ein Zugang zu Architektur und Design, der Beziehung, Wahrnehmung und Wechselwirkung stärker gewichtet.
Bereits im Open Salon wurden im gesamten Haus unterschiedliche „Resonanzräume“ aktiviert. Installationen und Workshops ermöglichten einen praxisnahen Zugang zu Material und Gestaltung als offenen Prozess. Projekte wie „Beyond Composition“, „Surface Transformation“ oder „Responsive Spaces“ zeigten unterschiedliche Perspektiven auf das Zusammenspiel von Material, Raum und Nutzung. Ergänzend präsentierten die Partner und Mitglieder des Formdepot neue Designansätze, die über die Veranstaltung hinaus vor Ort zugänglich bleiben.
Material, Technologie und Diskurs
Ein zentrales Element bildete die sogenannte Resonanz Wall, eine interaktive Material- und Kompositionsfläche, die Gestaltung als variables System begreift. Beiträge reichten von klassischen Handwerkszugängen, etwa bei gebogenen Holzstühlen von „Ton“, bis zu experimentellen Oberflächenbearbeitungen, bei denen bestehende Objekte durch Materialschichten transformiert wurden.
Auch technologische Anwendungen waren Teil des Programms. Installationen wie „Responsive Spaces“ untersuchten das Zusammenspiel von Licht, Textilien und Spiegelungen in Abhängigkeit von Bewegung und Präsenz. Weitere Projekte widmeten sich Materialien wie Lehm als zeitgemäßem Baustoff oder der Integration von Audiotechnik als gestalterisches Element im Raum.
Am Nachmittag griff ein Panel Talk unter dem Titel „Resonanz — Beyond Form: Designing Relations“ das Thema diskursiv auf. Vertreter aus Architektur, Hotellerie, Kultur und Psychologie diskutierten Resonanz als Zusammenspiel von Raum, Wahrnehmung und sozialer Interaktion.
Mit der Salon Soirée wurde der Fokus am Abend auf Austausch und Vernetzung gelegt. Das Formdepot fungierte dabei als offener Begegnungsraum für Fachpublikum aus Architektur, Design, Kunst und Wirtschaft.
Begleitet wurde der Salon von einem kuratierten Gastronomiekonzept, das als Teil der Gesamtinszenierung verstanden wurde. Insgesamt zeigte die Veranstaltung, wie sich räumliche Gestaltung, Materialforschung und sozialer Austausch in einem ganzheitlichen Format verbinden lassen. (red)