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Fünf Freunde und die Liebe zu Kaffee © Michael Königshofer (2)

Gut gelauntDas Bieder & Maier-Team, ausnahmsweise ohne Kaffee: Rudi Kobza, Niclas Schmiedmaier, Alexander Hamersky, Valentin Siglreithmaier und Nikolaus Pelinka.

© Michael Königshofer (2)

Gut gelauntDas Bieder & Maier-Team, ausnahmsweise ohne Kaffee: Rudi Kobza, Niclas Schmiedmaier, Alexander Hamersky, Valentin Siglreithmaier und Nikolaus Pelinka.

christian novacek 02.02.2018

Fünf Freunde und die Liebe zu Kaffee

Mit der Marke Bieder & Maier soll ein neues Kapitel der Wiener Kaffeetradition aufgeschlagen werden.

••• Von Christian Novacek

WIEN. Eine neue Wiener Kaffeemarke steht am Start: Sie trägt den gefälligen Namen Bieder & Maier, mit Koketterie auf das Traditionelle, das gerade jetzt modern ist – speziell bei der Kaffeequalität. „Wir wollen ein neues Kapitel in der Wiener Kaffeegeschichte aufschlagen”, sagt dazu der kreative Kaffeetrinker Rudi Kobza, der gemeinsam mit Niclas Schmiedmaier, Alexander Hamersky, Valentin Siglreith-maier und Nikolaus ­Pelinka den Bieder & Maier Kaffee in die Wiener Kaffeehäuser und in weiterer Folge in die Welt hinaustragen will.

In den Wiener Kaffeestuben ist das schwarze Edelgetränk bereits gediegen vertreten. Etwa im Café Engländer, der Albertina Passage, im Café Diglas und bei Joseph Brot. Dass das erst der Auftakt eines großen Dings sein könnte, legt Kobza nahe, wenn er Bieder & Maier mit dem Hype um Blue Bottle Coffee in Los Angeles oder New York vergleicht. „Das erste Wiener Kaffeehaus hat geheißen ‚Zur Blauen Flasche'”, erklärt Kobza. Und folgert, dass man sich die Kaffeekompetenz nicht so mir nichts dir nichts aus der Hand nehmen lassen sollte. Denn selbst anhand exportierter Daseinsformen sei klar: „Die Kaffeekompetenz ist in Wien zuhause.”

Visitenkarte Österreichs

Rund zwei Jahre lang befand sich die Marke im Aufbau. Heute ist das Ziel der fünf Gesellschafter, die Kaffeemarke zur internationalen Visitenkarte des modernen Österreich zu machen – und parallel dazu ein fixer Bestandteil der Wiener Kaffeelandschaft zu sein. Diese Kaffeelandschaft lässt derzeit allerdings den Handel lieber außen vor, desgleichen den eCommerce. Einschränkung: „Jeder, der uns eine Mail mit einer Bestellung schickt, wird unseren Kaffee bekommen”, sagt Schmiedmaier. Zu einem gar nicht mal so üppigen Preis: 15 € für den Kilo sind in Anbetracht der besonders gefinkelt gerösteten Bohne nachgerade ein Schnäppchen.

Abgesehen von der langen, schonenden Röstung ist naturgemäß die Rohstoffqualität handverlesen: Die Bohnen kommen aus allen bekannten Anbaugebieten der Welt.
Ein hochwertiger Markenauftritt soll ergänzend, stetig und gründlich den Expansionsturbo zünden. „Es freut mich, dass wir die aufgebaute Qualität und das Vertrauen der Gastronomie nun mit einer Top-Marke zum Ausdruck bringen”, sagt dazu Barista Valentin Siglreithmaier. Er ist überzeugt: „In unseren Kaffee-Blends steckt enorm viel Liebe zum Detail; das Besondere wird sich ab jetzt auch im gesamten Auftritt von Bieder & Maier widerspiegeln.”
Derzeit erfreuen sich daran rund 200 Kunden, die gleichsam eine Fan-Gemeinschaft bilden: „Wir haben noch nie einen Kunden verloren”, sagt Kobza.

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