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GfK-Kaufkraftstudie © PantherMedia/halfpoint

AmbivalentWien ist im Kaufkraft-Ranking pro Einwohner auf den letzten Platz gefallen – gleichzeitig ist die Wiener Innenstadt die unumstrittene Nummer 1 bei den Bezirken.

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AmbivalentWien ist im Kaufkraft-Ranking pro Einwohner auf den letzten Platz gefallen – gleichzeitig ist die Wiener Innenstadt die unumstrittene Nummer 1 bei den Bezirken.

Redaktion 17.05.2019

GfK-Kaufkraftstudie

Den Österreichern stehen 2019 laut neuer GfK-Studie 24.067 Euro pro Kopf für Ausgaben zur Verfügung.

BRUCHSAL/WIEN. In Österreich ist die pro-Kopf-Kaufkraft recht homogen auf die einzelnen Bundesländer verteilt – das belegt eine aktuelle Studie von GFK. Niederösterreich belegt wie schon im Vorjahr mit 25.186 Euro pro Kopf den ersten Platz – und liegt knapp fünf Prozent über dem österreichischen Landesdurchschnitt.

An zweiter Stelle folgt Vorarlberg mit einer pro-Kopf-Kaufkraft von 25.134 Euro. Schlusslicht des Bundeslandrankings ist die Hauptstadt Wien, die im Vergleich zu 2018 sogar drei Plätze verliert. Wien liegt jetzt mit einer pro-Kopf-Kaufkraft von 23.246 Euro etwas mehr als drei Prozent unter dem Landesdurchschnitt.

Verschiebungen im Ranking

Insgesamt weisen fünf Bundesländer eine überdurchschnittliche Kaufkraft auf, während vier etwas unterdurchschnittlich abschneiden. Am nächsten am österreichischen Landesdurchschnitt liegen Oberösterreich und die Steiermark, die mit 24.257 Euro bzw. 23.623 Euro rund 0,8% vom Landesdurchschnitt entfernt sind. Im Vergleich zum Vorjahr tauschen Oberösterreich und das Burgenland die Ränge vier und fünf; die Steiermark, Kärnten und Tirol rücken jeweils durch die Letztplatzierung Wiens um einen Platz nach vorn.

Die Bezirke ticken anders

Während sich die Kaufkraftverteilung auf Ebene der Bundesländer als recht homogen erweist, gibt ein Blick auf die österreichischen Bezirke ein anderes Bild. So befinden sich zwar sechs Hauptstadtbezirke in den Top 10 des Bezirksrankings, gleichzeitig sind es aber auch sieben Wiener Bezirke, die die letzten Plätze belegen.

Dies zeigt, wie heterogen die Kaufkraft über die verschiedenen Stadtbezirke verteilt ist. Wiens 1. Bezirk (Innere Stadt) führt das Ranking mit einer pro-Kopf-Kaufkraft von 39.758 Euro an und liegt damit mehr als 65% über dem österreichischen Durchschnitt. Auf Rang zwei folgt der 13. Hauptstadtbezirk (Hietzing), in dem den Einwohnern mit 31.094 Euro pro Kopf knapp 30 Prozent mehr für Ausgaben zur Verfügung stehen. Aber auch das Wiener Umland steht für hohe Kaufkraft. Das wird in den Bezirken Mödling, Korneuburg, Eisenstadt (Stadt) und Tulln am deutlichsten – sie sind alle in den Top 10 vertreten, mit einer durchschnittlichen Kaufkraft pro Einwohner zwischen 27.449 und 30.653 Euro. Das ist bis zu 27% höher als im Landesdurchschnitt. (red)

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