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iglo-Trendstudie sieht wenig Veränderung bei Lebensmittelverschwendung © Jasmin Sessler / unsplash
© Jasmin Sessler / unsplash

Redaktion 27.09.2022

iglo-Trendstudie sieht wenig Veränderung bei Lebensmittelverschwendung

WIEN. Den Tag gegen Lebensmittelverschwendung am 29. September 2022 hat der Lebensmittelkonzern iglo Österreich zum Anlass genommen, Ergebnisse einer neuen Trendstudie zur Thematik zu publizieren. Die Befragung von 1.000 Personen ergab dabei, dass es zwar ein hohes Problembewusstsein gibt, aber auch, dass trotz gesetzter Maßnahmen sieben von zehn Personen Lebensmittel in den vergangenen drei Monaten weggeschmissen haben.

So gaben 97% der Befragten geben an, Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung zu setzen, was gegenüber 2021 mit 98% kaum einen Unterschied macht. 74% sagten, Lebensmittel auch über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus zu verwenden, sofern sie noch in Ordnung sind, 67% verschaffen sich regelmäßig einen Überblick darüber, was zu Hause auf Lager ist, und 56% erstellen eine Einkaufsliste.

Etwas häufiger als 2021 wird Ware gekauft, die das Mindesthaltbarkeitsdatum bald erreicht (48% 2022 vs. 44% 2021). Insgesamt setzen über 50-Jährige verstärkt Maßnahmen, die Lebensmittelverschwendung reduzieren. Bei den 18- bis 29-Jährigen gibt es hingegen überdurchschnittlich viele, die gar keine Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung setzen, nämlich acht Prozent, wie aus der Trendstudie hervorgeht.

Im Vergleich zur Trendstudie 2021 zeige sich eine zunehmende Relevanz des Tiefkühlers und anderer Methoden zur Haltbarmachung: 68% der Befragten geben an, Lebensmittel selbst einzufrieren, einzukochen oder anderwärtig haltbar zu machen, um sie vor dem Verderben zu retten, gegenüber 56% im Vorjahr. Und was den Auftraggeber der Umfrage freuen wird, ist der Umstand, dass auch die Verwendung von Tiefkühlprodukten aufgrund der langen Haltbarkeit stark zugenommen hat und von 25% 2021 auf 31% gestiegen ist.

Aber all das ändert nichts daran, dass 71% der Befragten, und damit genau so viele wie 2021, die Angabe machten, dass sie in den letzten drei Monaten Lebensmittel entsorgt zu haben. Allen voran werden Brot und Gebäck (40%) weggeschmissen, gefolgt von Obst (36%) und Gemüse (27%). Weniger häufig landen Fleisch und Mehlspeisen (je neun Prozent), Eier (sieben Prozent), Fertiggerichte und Tiefkühlprodukte (je vier Prozent) und Fisch (zwei Prozent) in der Tonne.

Was sich zeigt, sind Unterschiede je nach Altersgruppe. Denn die Bemühungen der über 50-Jährigen, vermehrt Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung zu setzen, scheinen offenbar Wirkung zu zeigen: Während 40% der 50- bis 69-Jährigen angeben, in den vergangenen drei Monaten keine Lebensmittel entsorgt zu haben, sind es bei den 18- bis 29-Jährigen nur 17%, hieß es in der Aussendung.

iglo Österreich gab an, selbst einen Beitrag zu setzen, indem Produkte, die unter anderem aufgrund eines zu kurzen Mindesthaltbarkeitsdatums nicht mehr an den Einzelhandel verkauft werden dürfen, nicht entsorgt, sondern direkt an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden. Seit 2021 wurden demnach etwa drei Aktionen gemeinsam mit der Plattform Too Good to Go umgesetzt, die bis heute die erfolgreichsten Aktionen im Herstellersegment seien, die über die Plattform abgewickelt wurden. (APA/red)

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