VÖSENDORF. Ikea Österreich legt seinen Nachhaltigkeitsbericht 2024/25 vor und bleibt trotz eines schwierigen Marktumfelds – der Möbel-/Einrichtungsmarkt in Österreich ist um 3,4% geschrumpft auf Kurs. Der Fokus des schwedischen Möbelhauses liegt dabei klar auf Emissionen, Kreislaufwirtschaft und sozialen Themen – ohne große Inszenierung, dafür mit konkreten Zahlen.
Emissionsfrei liefern
Ein zentraler Hebel ist die Logistik: Der Anteil emissionsfreier Speditionslieferungen wurde von 60% auf 83% gesteigert. Das entspricht einer Einsparung von rund 900 Tonnen CO2 pro Jahr. Bis Ende 2026 soll der Wert auf 90% steigen. Parallel wurde am Standort Graz ein Geothermiesystem in Betrieb genommen, das jährlich weitere 400 t CO2 einspart.
Auch die Kreislaufwirtschaft gewinnt an Gewicht: 2025 wurden rund 11.000 Möbel zurückgekauft und knapp 910.000 Artikel im „Zweites Leben Shop“ verkauft. Der Anteil liegt damit bei 1,12% des Gesamtumsatzes, seit 2021 ist das Segment somit um rund 30% gewachsen. „Nachhaltigkeit ist kein Zusatz, sondern Teil unserer Unternehmensstrategie. Wir investieren gezielt in Maßnahmen, die ökologische Wirkung mit sozialer Verantwortung verbinden und zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und Nachhaltigkeit gemeinsam möglich sind“, sagt dazu Fang Fang Li, CEO und Chief Sustainability Officer von Ikea Österreich.
Nachhaltig investieren
Insgesamt investierte Ikea Österreich 9,4 Mio. € in Nachhaltigkeitsprojekte – von erneuerbarer Energie bis zu sozialen Initiativen. Der Gender Pay Gap liegt aktuell bei 0,62% zugunsten der Männer, nachdem er zuvor leicht zugunsten der Frauen ausfiel.
Der Anteil an Mitarbeitern mit Behinderungen liegt mit 3,38% unter der gesetzlichen Quote von vier Prozent. Gleichzeitig wurden seit 2020 über 150 Menschen mit Fluchthintergrund beschäftigt. Der Bericht orientiert sich an den Gri-Standards und wurde von Quality Austria validiert. (red)
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