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Kastner erhöht die Grundversorgung © Kastner/studiohuger.at

Firmenchef Christof Kastner öffnet die Tore seiner Abholmärkte auch für die Endkonsumenten, um derart einen positiven Beitrag zur Grundversorgung zu leisten.

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Firmenchef Christof Kastner öffnet die Tore seiner Abholmärkte auch für die Endkonsumenten, um derart einen positiven Beitrag zur Grundversorgung zu leisten.

Redaktion 20.03.2020

Kastner erhöht die Grundversorgung

Die Kastner Gruppe fährt wie schon Rewes AGM die Einkaufsberechtigung der sieben Abholmärkte herunter.

ZWETTL. „Kastner sichert gemeinsam mit den Nah&Frisch- Kaufleuten, dem Biogast Fachhandel und myProduct.at die Lebensmittelversorgung”, sagt Christof Kastner, geschäftsführender Gesellschafter der Kastner Gruppe, angesichts der aktuellen viralen Turbulenzen im LEH. Er ergänzt: „Auch die Kastner Abholmärkte sind jetzt für alle geöffnet!” Damit geht er in den Gleichklang mit Rewe International, wo ebenfalls die AGM-Abholmärkte für Endkunden geöffnet haben.

Nahversorgung im Blut

Seit über 190 Jahren beliefert Kastner als mittelständisches Familienunternehmen mit rd. 900 Mitarbeitern und einem Großhandelsumsatz von derzeit rd. 250 Mio. € selbstständige Nah&Frisch-Kaufleute in Ost-Österreich. Hinzu kommen Bio-Fachhändler über Biogast, die Versorgung der Gastronomie und von Großküchen über die ­Kastner Abholmärkte und den Kastner Gastrodienst. Ergänzt wird das Handelsportfolio durch die Online-Plattform myProduct.at.

„Wir sind für Sie da!”

Die Belieferung der Nah&Frisch- Kaufleute und Biogast-Kunden findet bis dato ohne Einschränkungen statt. „Unsere Lager sind gut gefüllt, und unsere Lieferanten versorgen uns laufend mit Nachschub”, berichtet Kastner. Nicht ohne Verweis auf einen potenziell engeren Korridor: „Aufgrund der starken Nachfrage nach manchen Produkten und Warengruppen bitten wir um Verständnis, sollten diese nicht in gewohnter Menge zur Verfügung stehen.”

Wie zurzeit alle Händler bezieht er sich damit auf die tendenziell manchmal skurril ausartenden Einkaufsgewohnheiten anhand der Covid-19-Krise, etwa der Überbevorratung mit Klopapier. Jedenfalls: Seitens seiner bestens motivierten Mitarbeiter braucht sich Kastner nicht zu sorgen: „Auch in dieser herausfordernden Situation sorgen unsere Mitarbeiter für einen reibungslosen Ablauf, um die lückenlose Belieferung zu gewährleisten.”
Dabei sind die Herausforderungen an die Gesundheit jetzt nicht gering: Die verstärkten Hygienemaßnahmen in der Kastner Gruppe reichen vom beschränkten Kontakt zwischen Mitarbeitern und Kunden bis hin zur verstärkten Flächendesinfektion, die Handläufe und Touchscreens beinhalten.

Außerordentliche Regelung

Gemäß dem Motto „Einkaufen für alle!” will die Firmengruppe ihren Beitrag zur Grundversorgung erhöhen und hat mithin sieben Abholmärkte (Amstetten, Eisenstadt, Jennersdorf, Krems, Wien Nord, Wien Süd, Zwettl) für alle Konsumenten offen, d.h.: Der Einkauf von Lebensmitteln ist dort vorübergehend ohne Gewerbeschein bzw. Kundenkarte möglich. „Unser Sortiment deckt den gesamten Haushaltsbedarf ab”, spielt Kastner neben dem Versorgungs- auch einen Verlockungsgedanken aus.

Im E-Commerce folgt Kastner dem Beispiel der großen Branchenkollegen Interspar und ­Billa.at: Auf myProduct.at ist der Versand ab einem Bestellwert von 29,90 € gratis; die Plattform vereint rd. 500 ausgewählte österreichische Produzenten mit einem Sortiment von mehr als 8.000 Produkten. (red)

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