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Leipnik-Lundenburger setzt Wachstumspfad fort © APA/Hans Punz

LLI-Generaldirektor Josef Pröll

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LLI-Generaldirektor Josef Pröll

Redaktion 29.01.2020

Leipnik-Lundenburger setzt Wachstumspfad fort

Konzernumsatz bei Töchtern erneut gestiegen – Erfolgskurs mit Wachstum und Innovation wird auch 2020 fortgesetzt.

WIEN. Die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG (LLI) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 einen Umsatz von  1.121,01 Mio. € erwirtschaften. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Umsatzsteigerung von 5,6 Prozent. Daraus ergibt sich eine Steigerung des EBIT um 14,8% von 47,59 € auf 54,62 Mio. €. Die LLI erzielte auch aufgrund eines schwierigen agrarischen Umfelds und einer dementsprechend negativen Ergebnisentwicklung im Bereich Zuckerbeteiligungen (Südzucker, Agrana) ein EBT von 37,22 Mio. €.

"Aufgrund von umfassenden Maßnahmen in der Holding und bei den Töchtern konnten wir den Erfolgskurs fortsetzen und den Umsatz erneut steigern. Im Segment Mehl & Mühle waren dabei die strategische Investitionsoffensive und im Segment Vending der eingeschlagene Wachstumspfad wesentliche Faktoren für das erfolgreiche Ergebnis im Geschäftsjahr 2018/19", so LLI-Generaldirektor Josef Pröll. "Im Agrar- und Lebensmittelbereich und hier vor allem in unseren Kernbereichen Mehl & Mühle und Vending konnten wir unsere Wettbewerbsfähigkeit als Lebens- und Genussmittel-Holding nachhaltig sichern. Ich bin überzeugt, dass wir auf dieser Grundlage den bisherigen Erfolgskurs auch im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen können."

Mehl & Mühle: Rekordergebnis und Mühlenneubau festigen Marktführerschaft
Die GoodMills Group erzielte 2018/19 Umsatzerlöse in der Höhe von 881,61 Mio. €. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 6,4 Prozent. Auch das operative Ergebnis konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,7 Prozent auf 23,14 Mio. € gesteigert werden. Das bedeutet das beste operative Ergebnis seit über zehn Jahren sowie das beste Ergebnis seit Bestehen der Gruppe. Lediglich die Gesamtmahlmenge von 2,86 Mio. Tonnen war durch zuletzt herausfordernde Anbaubedingungen in der Landwirtschaft leicht rückläufig.

Die GoodMills Group mit Sitz in Wien und 25 Mühlen in sieben Länderorganisationen setzt damit den eingeschlagenen Erfolgskurs fort. Der Fokus wird dabei auch weiterhin auf Innovation, Technisierung und Markenstärkung liegen. Teil dessen ist die Investitionsoffensive in Deutschland mit dem Mühlenneubau in Krefeld, mit dem die GoodMills Group die Effizienz steigert und die Basis für nachhaltiges Wachstum legt. Im Sommer 2020 wird hier auf dem 47.000 m² großen Grundstück mit dem Start des ersten Mühlensystems eine der größten und modernsten Mühlen €opas in Betrieb gehen und vom Krefelder Rheinhafen aus Millionen von Menschen mit dem Grundnahrungsmittel Mehl versorgen. Mit einer Vermahlungskapazität von 365.000 t pro Jahr wird die Mühle neue Maßstäbe bei Produktsicherheit, Hygiene und Energieeinsatz setzen.

Vending: Investitionen bringen positive Entwicklung
Im Segment Vending konnte ein Umsatz von 239,40 Mio. € und damit eine Steigerung von 3,0 Prozent erzielt werden. Durch Investitionen in neue Geräte und die Weiterentwicklung des Serviceangebots konnten der eingeschlagene Wachstumskurs fortgesetzt und die Position als führender Kaffeedienstleister in Zentral- und Osteuropa weiter ausgebaut werden.

Die Geschäftsentwicklung 2018/19 ist zwar von einem durch Konjunkturabflachung und einen Wandel im Konsumentenverhalten gebremsten Umsatzwachstum geprägt, trotzdem ist aber ein konstanter Gerätebestand im Vergleich zum Vorjahr vorzuweisen. Die negative Entwicklung in Österreich wird dabei durch den Gerätezuwachs im internationalen Bereich kompensiert. Während der Nicht-Heißgetränkeautomaten-Bereich sowohl in Österreich als auch international positiv war, entwickeln sich der Heißgetränkeautomaten- (HGA) und Office Coffee Service (OCS)-Bereich leicht rückläufig. Der Rückgang bei HGA/OCS in Österreich ist u.a. auf den Verkauf von OCS-Plätzen zurückzuführen. Das operative Ergebnis konnte insbesondere durch die starken Steigerungen im Snackbereich um 3,6 Prozent auf 23,19 Mio. € erhöht werden.

Ausblick
Die LLI rechnet für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres mit einer weiterhin stabil positiven Entwicklung. Die GoodMills Group wird nach Inbetriebnahme der neuen Mühle in Krefeld die Vermahlungsmengen weiter steigern und ihre Marktführerschaft festigen und weiter ausbauen können. Zudem bringt der neue Standort Verbesserungen im Bereich der Lieferlogistik, die sich positiv auswirken werden. In den nächsten Jahren werden auch die 2019 initiierten Investitionen und Projekte im Segment Vending positive Auswirkungen zeigen. Insbesondere die Prozess- und Kostenoptimierung des Wareneinkaufs wird in den nächsten zwei Jahren umgesetzt und eine nachhaltige Weiterentwicklung im Segment Vending ermöglichen. Aber auch die Hebung von Potentialen im Vertrieb, ein Projekt für Digitalisierung und Telemetrie sowie eine Payment-App, die sich in der Planungsphase befindet, werden positive Effekte erzielen und einen wichtigen Beitrag für eine erfolgreiche Zukunft leisten. (red)

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