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Neo-Biedermeier im Garten daheim

Gartenstudie Der Trend zur Regionalität und zum Selbstversorgergarten geht Hand in Hand mit dem Streben nach mehr Natürlichkeit: Ein Gros der Österreicher begrüßt Nützlinge und meidet Pestizide.

Gartenstudie Der Trend zur Regionalität und zum Selbstversorgergarten geht Hand in Hand mit dem Streben nach mehr Natürlichkeit: Ein Gros der Österreicher begrüßt Nützlinge und meidet Pestizide.

Redaktion 10.04.2020

Neo-Biedermeier im Garten daheim

Eine bellaflora-Gartenstudie zeichnet Balkon, Terrasse und Garten als Orte heimischen Glücks und der Erholung.

LEONDING. 87% der Österreicher nutzen grüne Außenflächen wie Garten, Schrebergarten, Vorgarten oder Terrasse und Balkon. Eine von Imas im Februar durchgeführte bellaflora-Gartenstudie ging der Frage nach, was die grünen Flächen für uns so wertvoll macht und wie wir sie am liebsten nutzen.

Idylle in der Stille

Die Studie unterstreiche „einmal mehr, dass Garten, Terrasse und Balkon als Wohlfühloase und als entschleunigend empfunden werden”, so das Fazit von Imas-Prokurist Paul Eiselsberg.

Den natürlichen Garten und unabhängige Selbstversorgung „mehr denn je im Kommen” sieht bellaflora-Geschäftsführr Franz Koll: So haben 30% der Befragten in den letzten beiden Jahren verstärkt begonnen, Gemüse zur Selbstversorgung zu pflanzen. Rund drei von vier Österreichern gehen zumindest einigermaßen sicher davon aus, dass die Anzahl an Selbstversorgergärten in den kommenden zehn Jahren zunehmen wird. „Bei uns werden derzeit deutlich mehr Produkte wie Obstbäume oder Gemüsepflanzen gekauft”, so Koll.
Auch ein weiterer Blick in das kommende Jahrzehnt ist laut Studiendaten eindeutig: „77 Prozent der Österreicher halten es für zumindest einigermaßen wahrscheinlich, dass die Gartensaison klimabedingt deutlich verlängert und das eigene Grün somit noch länger erlebt werden kann”, so Eiselsberg.
Zu bedenken sei, dass die Daten einige Wochen vor den ersten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus getroffen wurden. „Gerade in der aktuellen Situation gewinnen die eigenen grünen vier Wände aller Voraussicht nach noch mehr an Bedeutung. Hier kann man durchatmen und auch neues schaffen. So bleibt man mit der Natur in Verbindung”, nimmt Eiselsberg Bezug auf den Coronavirus-bedingten Lockdown.

Regionalität vor Bio

Rund 61% stimmten zudem der Aussage zu, dass Regionalität wichtiger als Bio-Qualität sei. Als österreichisches Unternehmen habe man entsprechend schnell auf die Filialschließungen reagiert und einen Onlineshop sowie eine „grüne Hotline” eingerichtet, erklärte Koll. Unter 0501018 können Montag bis Samstag Beratungen eingeholt und Bestellungen aufgegeben werden. (red)

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