LINZ. Zweieinhalb Monate nach der Ankündigung von Nestle, mit März 2018 den Produktionsstandort in Linz stillzulegen, steht jetzt der Sozialplan. Als "solide und tragfähige Lösung" für 127 betroffene Mitarbeiter bewerten ihn Gewerkschaft, Betriebsrat, Geschäftsführung und Politiker übereinstimmend; auch soll eine Arbeitsstiftung mit einem Volumen von 2 Mio. € eingerichtet werden.
In einer Pressekonferenz erläuterte der Geschäftsführer von Nestle Österreich, Fabrice Favero, den Grund für die Schließung: Das Linzer "Traditionswerk" sei lange Zeit ein wichtiger Produktionsstandort gewesen. Doch diese Tradition habe sich "als Handicap" entpuppt, man konnte mit dem "Wandel in der Lebensmittelproduktion" nicht mithalten, die "Wettbewerbsfähigkeit war nicht mehr gewährleistet", erklärte Favero. An dem bereits im Jahre 1879 eröffneten Standort wurden zuletzt pro Jahr rund 6.000 t Lebensmittel produziert. Die Produktion soll großteils in die Slowakei und nach Serbien verlagert, das Areal in Linz verkauft werden. Die Umsetzung der Schließung geschehe "unter möglichst großer Rücksichtnahme" auf die 127 Mitarbeiter, erklärte Favero weiter.
"Wir haben eine soziale Abfederung erreicht", bewertete Andreas Stangl von der GPA-djp Oberösterreich die Verhandlungen in den letzten Wochen als positiv. Vor allem die Tatsache, dass von den Betroffenen 59 älter als 50 Jahre sind, mache die Situation nicht einfach. "Die Altersteilzeitverträge werden aber nicht angerührt und laufen weiter", versicherte Stangl. Drei Angestellte werden innerhalb des Konzerns wechseln. (APA)
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