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Österreicher sind Recycling-Helden © Römerquelle/Martin Steiger
© Römerquelle/Martin Steiger

Nicole Sziesz 12.04.2019

Österreicher sind Recycling-Helden

Ab sofort gibt es 100 Prozent Recycled-PET bei Römerquelle; dazu beigetragen hat die Sammelleidenschaft der Österreicher.

••• Von Nicole Sziesz

Wir alle wollen eine Welt ohne Abfall – das ist ein Schritt in diese Richtung”, blickt Ursula Riegler, Unternehmenssprecherin Coca-Cola HBC Österreich, positiv in die Zukunft. Das Thema Plastik wird öffentlich immer intensiver diskutiert. Römerquelle sieht sich selbst als Vorreiter in Bezug auf umweltfreundliche Innovationen und Nachhaltigkeit. Lag der Anteil an PET-Flaschen zuletzt noch bei 45%, so hat man nun durch die kontinuierliche Weiterentwicklung den Schritt zu 100% Recycled-PET ermöglicht. „Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir die volle Kraft in die Entwicklung der 100 Prozent Recycled-PET-Flasche gelegt. Von nun an heißt es wiederverwerten – wiederbefüllen – wieder genießen! Wir sind sehr stolz darauf, dass wir diesen großen Meilenstein 2019 setzen”, freut sich Philipp Bodzenta, Unternehmenssprecher Coca-Cola Österreich.

Das Erreichen dieses Meilensteins liegt nicht zuletzt daran, dass Österreicher wahre „Recycling-Helden” sind. So kommen in Österreich etwa drei von vier PET-Flaschen über das Sammelsystem wieder zurück in den Produktionskreislauf und ermöglichen dadurch die Wiederverwertung der Flaschen. „Mit der Produktion aller Römerquelle PET-Flaschen aus 100 Prozent wiederverwertetem Material ist eine beispielhaft nachhaltige Lösung gelungen. Durch die hohe Sammelquote wird der Kreislauf noch stärker geschlossen”, lobt Riegler die Sammel­leidenschaft der Österreicher.

Die Umwelt sagt Danke

Mit der Umstellung auf die 100% Recycled-PET-Flasche geht auch eine signifikante Reduktion des CO2-Verbrauchs einher: Im Vergleich zu PET-Flaschen der ersten Generation (ohne Anteil von recyceltem Material) sinkt der Wert um bis zu 70%! Je öfter Kunststoff wiederverwendet wird, umso besser wird die Klimabilanz. Schon in den vergangenen Jahren stieg der Anteil von recyceltem Material in der Römerquelle PET-Flasche sukzessive an. Bereits seit 2010 arbeitet Coca-Cola HBC Österreich daran, das Material seiner Verpackungen zu reduzieren. Die getroffenen Maßnahmen führten bisher zu einer Materialreduktion von 12,4 Prozent. „Nachhaltiges Wirtschaften und ein pflichtbewusster Umgang mit unseren Ressourcen sind die Grundlage unseres Business. Unser Nachhaltigkeitsbericht zeigt, dass dies auch gelebte Unternehmenskultur ist”, erklärt Frank O’Donnell, Generaldirektor bei Coca-Cola HBC Österreich.

Als Teil des Coca-Cola Systems folgt Römerquelle diversen Klima- und Nachhaltigkeitszielen. So hat man sich im Rahmen der „World Without Waste”-Strategie unter anderem zum Ziel gesetzt, bis 2030 für jede in den Markt gebrachte Flasche eine zu sammeln. In Bezug auf den Anteil des recycelten Materials hat die EU vorgegeben, dass 2030 der Anteil 30% betragen soll. Römerquelle ist diesem Ziel um mehr als zehn Jahre voraus.

PET ist nicht gleich Abfall

„Für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft brauchen wir gut verwertbare Verpackungen. Die Brücke zwischen beiden bildet die getrennte Sammlung”, so Christoph Scharff, Vorstand Altstoff Recycling Austria AG. Zur Wiederverwertung der PET-Flaschen hat Coca-Cola HBC Österreich mit vier anderen Getränkeproduzenten 2007 die Recyclinganlage PET2PET im burgenländischen Müllendorf in Betrieb genommen, wo PET-Flaschen zu wertvollem Rohstoff aufbereitet werden. Geschäftsführer Christian Strasser erklärt: „Viele Menschen wissen bereits, dass eine gebrauchte PET-Flasche per se kein Abfall, sondern in erster Linie wertvoller Sekundärrohstoff ist, den es weiter zu nutzen gilt.”

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