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Online-Umsatz verdreifacht: Sporthändler Decathlon zieht nach Corona-Lockdown Bilanz © Decathlon Österreich
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Redaktion 24.06.2020

Online-Umsatz verdreifacht: Sporthändler Decathlon zieht nach Corona-Lockdown Bilanz

Nach drei Monaten Lockdown-Phase zieht Decathlon-Geschäftsführer Gábor Pósfai nun Bilanz und spricht über starke Umsatzerhöhungen im Onlineshop, Hantelscheiben als Verkaufsschlager und das Zukunftspotenzial des Onlinemarkts.

VÖSENDORF. Rund vier Monate ist es her, dass Veranstaltungen abgesagt wurden, Lokale und Geschäfte schließen mussten und eine Abstandsregel von einem Meter eingeführt wurde. „Türen schließen“ hieß es also auch beim Sporthändler Decathlon, der rund 75% seiner Einnahmen normalerweise in der Filiale erwirtschaftet. Nach drei Monaten Lockdown-Phase zieht Decathlon-Geschäftsführer Gábor Pósfai nun Bilanz und spricht über starke Umsatzerhöhungen im Onlineshop, Hantelscheiben als Verkaufsschlager und das Zukunftspotenzial des Onlinemarkts.

Onlineumsatz seit März verdreifacht: Decathlon knackt erstmals die Online-Million
Mitte März musste die Decathlon-Filiale im SCS Park aufgrund der Corona-Beschränkungen geschlossen werden. Für den Sporthändler, der rund 75% seiner Einnahmen in normalen Zeiten über die Filiale erwirtschaftet, eine schwierige Situation. Der Fokus lag ab Mitte März daher ganz klar am Onlinemarkt. „Und es hat funktioniert. Wir haben natürlich Umsatzeinbußen durch die Filialschließung, die starke Nachfrage im Onlineshop hat jedoch einen großen Teil kompensiert. Die Onlineumsätze haben sich in den letzten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Im April haben wir erstmals über eine Million Umsatz erreicht und die Einnahmen sogar vervierfacht“, zeigt sich Gábor Pósfai, Geschäftsführer von Decathlon Österreich, stolz und ergänzt: „Es ist eine Dynamik von Aufbruch und neuen Denkweisen zu spüren. Der Onlinemarkt gewinnt auch nach dem Lockdown an Relevanz. Denn: Die Zahlen sprechen für sich. Die Onlinekäufe sind seit der Wiederöffnung im Mai auf ihrem starken Niveau geblieben und der Onlineshop ist derzeit für 34% des Gesamtumsatzes verantwortlich. 2019 lag der Prozentanteil im Vergleich dazu bei nur 25%.“

Kreativität im Trend: Neue Chance wahrnehmen
„Flexibel sein und mit neuen Ideen durch die Krise gehen“, lautete das Motto bei Decathlon während des Lockdowns. „Um den Onlineshop zu entlasten und den Kunden längere Lieferzeiten zu ersparen, haben wir eine Drive-In-Möglichkeit geschaffen. So konnten die Kunden ihre gewünschten Produkte kontaktlos im Store abholen: Dazu musste man nur mit dem Auto vorfahren, die Bestellung vorzeigen und hat anschließend die Ware bequem in den Kofferraum ‚geliefert‘ bekommen“, erklärt Janine Bessen, E-Commerce Leiterin bei Decathlon Österreich und ergänzt: „Wir haben die Krise zusammen als Team gut gemeistert. Mit unserer Flexibilität und einer breiten Produktpalette konnten wir sogar mehr als zwei Drittel Neukunden generieren.“

Fit durch die Corona-Zeit: Hantelscheiben waren meistverkauftes Produkt
Bewegung in der Corona-Krise war für viele wichtig – darauf lassen zumindest die Umsatzzahlen des Sporthändlers schließen. Besonders gefragt waren in den letzten drei Monaten alle Arten von Sportgeräten für zuhause: Von Crosstraining-Material und Heimtrainer über Homewear-Bekleidung und Elastikbänder bis hin zu Tischtennisplatten. Der absolute Verkaufsschlager waren dabei Hantelscheiben, die über 600-mal verkauft wurden. Im März landeten vor allem viele Fahrräder, ob Mountainbikes, Rennräder oder Citybikes im Warenkorb und seit Mai ist die Nachfrage nach Zelten, SUP-Boards, Kajaks und Wanderausrüstung stark angestiegen. „Wir sehen also, dass sich die Menschen auf den Sommer vorbereiten und die Planung für Wanderausflüge und Urlaube am Wasser starten“, so Pósfai. (red)

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