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Optimistischer Ausblick für Humanic und Shoe4You © Leder & Schuh AG

Filiale in der Wiener Mariahilferstraße.

© Leder & Schuh AG

Filiale in der Wiener Mariahilferstraße.

Redaktion 21.07.2020

Optimistischer Ausblick für Humanic und Shoe4You

Staatshilfe für neue Finanzierungsstrategie gewährt.

GRAZ. Nach Corona-Lockdown, wochenlangen Schließungen aller 200 Filialen und dem resultierenden dramatischen Umsatzeinbruch blickt die steirische Leder und Schuh AG (LSAG) mit ihren Marken Humanic und Shoe4You optimistisch in die Zukunft: Rasche staatliche Hilfestellungen durch die von Finanzminister Gernot Blümel installierte COFAG (Covid-19-Finanzierungsagentur) und ein Bankenkonsortium unter der Führung der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG ermöglichen dem Traditionsunternehmen, mit neuer Finanzierungsstrategie durchzustarten.

Mit Elan war die Grazer Leder und Schuh AG in das Geschäftsjahr 2020 gegangen. Der Umsatz der Gruppe ergab mit 360 Mio. Euro 2019 ein Plus von zwei Prozent, was einem flächenbereinigten Wachstum von 2,8% entsprach. Die Verbesserung der Kaufquote und des Umsatzes pro Bon in Höhe von je 1,8% bescheinigten dem Unternehmen, strategisch auf dem richtigen Kurs zu sein - mithin gute Voraussetzungen für eine nächste Entwicklungsphase: besserer Kundenservice, Innovationen in der Digitalisierung, frische Top-Marken im Sortiment, emotionaleres Einkaufserlebnis – das und noch mehr hatten sich die LSAG-Vorstände Wolfgang Neussner und Michael Rumerstorfer auf ihre Agenda 2020 geschrieben.

Dann kam mit Corona die Schließung von 200 Filialen in neun Ländern. Damit verbunden ein dramatischer Umsatzeinbruch, der von einem erfreulichen Plus im Onlineverkauf nicht annähernd aufgefangen werden konnte. Plötzlich befand sich eines der Vorzeigeunternehmen des heimischen Einzelhandels mit 2.200 Beschäftigten mitten in der größten Herausforderung der Firmengeschichte. Dennoch blicken die Vorstände Neussner und Rumerstorfer optimistisch in die Zukunft.

„Wenn so ein Elementarereignis eintritt, man als Einzelhändler 200 Filialen von einem Tag auf den anderen schließen und einen Umsatzrückgang von 100 Prozent verkraften muss, steht man das nur durch, wenn die richtige Unterstützung schnell greift“, sagt Wolfgang Neussner, innerhalb der LSAG für Finanzen zuständig. Er lobt den hilfreichen Beistand von offizieller Seite: „Mit der COFAG (Covid-19-Finanzierungsagentur) haben Finanzminister Gernot Blümel und die Bundesregierung ein wirkungsvolles Instrument geschaffen, um österreichische Großunternehmen zu unterstützen. Die Maßnahmen daraus und das Commitment unseres Bankenkonsortiums unter Führung der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG haben ermöglicht, unsere Finanzierung neu zu strukturieren und an die aktuellen Rahmen- und Marktbedingungen anzupassen, sodass wir optimistisch nach vorne schauen können. Es ist uns deshalb als Unternehmen wichtig, allen Verantwortlichen, die diese guten Lösungen in unserem Sinne ermöglicht haben, zu danken.“

In schwierigen Zeiten erkenne man die wahre Qualität von Partnerschaften, meint Vorstandskollege Michael Rumerstorfer. Angesichts eines Worst Case-Szenarios wie dem Corona-Lockdown mit allen Konsequenzen, werde der LSAG von allen Seiten sehr viel Vertrauen und Verständnis entgegengebracht: „Das Commitment der COFAG und des Bankenkonsortiums, aber auch der Teamgeist bei unseren 2.200 Kolleginnen und Kollegen, die Fairness vieler Geschäftspartner, die Loyalität unserer Kunden – all das bestärkt uns als Unternehmen und hilft uns, gestärkt aus dieser Krise hervorzugehen.“

In dieser herausfordernden Phase sei deutlich geworden, wie stolz die Österreicher auf die Qualität heimischer Unternehmen seien, dieses Wertbewusstsein sei das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft. (red)

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