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Rewe snackt im Lekkerland © Rewe Group
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Redaktion 31.05.2019

Rewe snackt im Lekkerland

Ein kleiner Snack ist die Übernahme durch Rewe aber nicht: Lekkerland bringt es auf einen Erlös von 12,4 Mrd. Euro.

KÖLN. Die Billa-Mutter Rewe will den deutschen Fachgroßhändler Lekkerland übernehmen und damit ihr Geschäft mit Fertig-Snacks für eilige Verbraucher stärken. Rewe will Lekkerland, wo JTI einer der stärkeren Aktionäre ist, komplett kaufen. „Die Unterwegsversorgung zählt zu den Bereichen mit den größten Wachstumsperspektiven im Lebensmittelhandel”, erklärt dazu Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der Rewe Group.

„Nicht nur junge Menschen kaufen und verzehren Mahlzeiten und Snacks immer öfter unterwegs”, so Souque weiter. Die Kombination von Rewe und Lekkerland sei daher ein „Erfolgsrezept für die Zukunft in einem wichtigen Segment des Lebensmittelmarkts”. Auch die Logistik Lekkerlands soll für Rewe ein wichtiger Baustein werden.

Kleinstrukturierte Größe

Lekkerland zählt unter anderem Tankstellen, Kioske, Bäckereien, Schnellrestaurants und Einzelhändler zu seinen Kunden. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr mit rund 4.900 Mitarbeitern einen Umsatz von 12,4 Mrd. € und ein operatives Ergebnis (EBIT) von 92,7 Mio. € erzielt. Lekkerland agiert in sieben europäischen Ländern.

Rewe bringt es in 22 europäischen Ländern auf einen Umsatz von mehr als 61 Mrd. €. Zu Rewe gehören neben Supermärkten auch Baumärkte und Reisever­anstalter. Im klassischen Lebensmittelhandel kann Rewe durch Übernahmen in Deutschland kaum noch wachsen – nicht zuletzt hat das Bundeskartellamt die Branche sehr genau im Visier.

Logistische Ergänzung

Rewe bietet bereits in Rewe-to-go-Läden Snacks und Fertiggerichte an – etwa in Kooperation mit Aral. Auch Tabakwaren hat das Unternehmen im Angebot –allerdings mit derzeit sinkenden Umsätzen. Lekkerland verfügt zudem über ein eng geknüpftes Logistik-Netz – sicher mit ein Hauptgrund für den Deal. Weiters: Mit der Übernahme will Rewe den Geschäftsbereich „Convenience” deutlich ausbauen. Ein Stellenabbau sei nicht geplant. (red)

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