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Schulterschluss gegen die Maske © APA / Helmut Fohringer

Nur eine Frage der Zeit? Der Druck auf die Politik, auch die Beschäftigten im Lebensmittelhandel von der Maskenpflicht zu befreien, wächst beständig.

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Nur eine Frage der Zeit? Der Druck auf die Politik, auch die Beschäftigten im Lebensmittelhandel von der Maskenpflicht zu befreien, wächst beständig.

Redaktion 06.05.2022

Schulterschluss gegen die Maske

Gemeinsam mit der GPA fordern Spar, Rewe, Lidl und Hofer das Ende der FFP2-Pflicht für ihre Mitarbeiter.

WIEN. „Island, Finnland, Schweden, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Dänemark, Belgien, Estland und die Niederlande haben die Maske im gesamten Handel bereits abgeschafft. In Österreich ist das gemeinsame Feiern Tausender maskenlos möglich, aber Beschäftigte im Supermarkt müssen eine Maske tragen. Das ist nicht einzusehen. Wir fordern ein sofortiges Ende der Maske im gesamten Handel, um die Beschäftigten nach zwei Jahren Pandemie endlich zu entlasten”, erklärt Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA, in einer gemeinsamen Stellungnahme mit den Einzelhandesketten Spar, Rewe, Lidl und Hofer.

Stimmen des LEH

„Wir müssen unseren Teams in den Filialen im wahrsten Sinne des Wortes wieder Luft zum Atmen geben. Bei den aktuellen Fallzahlen ist ein Fortführen der Maskenpflicht auch nicht mehr belastbar zu argumentieren”, bekräftigt Alessandro Wolf in der Aussendung die Forderung, während der Spar-Vorsitzende Fritz Poppmeier betont, dass der Einkauf im Lebensmittelhandel sicher sei und sich „kein erhöhtes Infektionsrisiko” ­zeige.

Rewe-Vorstand Marcel Haraszti verweist auf die „Ungleichbehandlung des Lebensmittelhandels”, die es zu beseitigen gelte, und Hofer-CEO Horst Leitner plädiert für deren „unverzügliche Abschaffung”.

Reger Zuspruch für Petition

Bereits zuvor hatten Handelsverband und Shoppingcenter-Verband ACSP mit der Online-Petition „Held:innen der Krise entlasten” den Wegfall der gesetzlichen Maskenpflicht für alle Handelsmitarbeiter eingefordert; Stand Dienstag hielt die Petition bei knapp unter 25.000 Unterzeichnern.

„Die Fortführung der Diskriminierung von 130.000 Beschäftigten ist epidemiologisch nicht länger argumentierbar”, so Handelsverband-Geschäftsführer
Rainer Will. (red)

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