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Swatch will mit Biowerkstoffen am Puls der Zeit bleiben © Matias Garabedian / CC BY-SA 2.0
© Matias Garabedian / CC BY-SA 2.0

Redaktion 16.09.2020

Swatch will mit Biowerkstoffen am Puls der Zeit bleiben

Kollektion "1983" greift Design der allerersten Modelle auf, ersetzt dabei aber Plastik durch pflanzliche Materialien; Verpackungen ab 2021 biologisch abbaubar

BIEL / WIEN. Im Jahr 1983 wurde die Swatch als preiswerte, aber hochwertige Kunststoff-Uhr vorgestellt und eroberte dank poppiger Aufmachung und Schweizer Know-how Kultstatus. 2020 will das Unternehmen mit Biowerkstoffen statt Plastik am Puls der Zeit bleiben. Außerdem wird mit nächstem Jahr die Verpackung von Plastik auf "bio" umgestellt.

Erstmals ersetze ein Uhrenhersteller in einer Serienproduktion alle konventionellen durch Materialien natürlichen Ursprungs, hieß es bei der Präsentation der Kollektion "1983" am Dienstag in Wien. Am Quarzuhrwerk hat sich nichts geändert, aber alle anderen Teile wie Gehäuse und Band bestehen aus zwei neu eingeführten Materialien, die zu 100 Prozent aus den Samen der Rizinuspflanze gewonnen werden, erläuterte Peter Altrichter von Swatch Österreich.

Das Design der vorerst sechs Modelle ist an jenes der allerersten Swatch-Zeitmesser angelehnt. Ganz sicher sei die "1983"-Kollektion keine Öko-Feigenblatt-Eintagsfliege im Sinne einer One-Shot-Marketing-Aktion. "Sie bleibt definitiv ein fixer Bestandteil und wird ständig weiter ausgebaut", kündigte Altrichter an. Schon im Oktober sollen die nächsten Modelle vorgestellt werden. Preislich liegen die jetzt präsentierten Uhren zwischen 65 (die kleineren "Gent"-Modelle) und 75 € (die größeren "New Gent"-Modelle).

Wie so oft verursacht auch bei Swatch aber nicht das Produkt selbst das Gros an Müll, sondern das Drumherum. Deshalb verpackt das Unternehmen ab 2021 alle seine Chronometer nicht mehr in Plastik und steigt auf aus Papierschaum bestehende Schachteln auf Basis von Erdapfel- und Tapiokastärke um, die vollständig biologisch abbaubar seien. Man könne sie mit dem Altpapier entsorgen oder auch kompostieren. (red)

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