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Transgourmet legt um fast acht Prozent zu © Transgourmet Österreich / Matthias Rhomberg
© Transgourmet Österreich / Matthias Rhomberg

Redaktion 25.02.2022

Transgourmet legt um fast acht Prozent zu

Trotz Pandemiehandicaps, die speziell die Gastronomie getroffen haben, konnte Transgourmet seine Marktstellung 2020 ausbauen.

••• Von Christian Novacek

TRAUN. Transgourmet konnte im zweiten Corona-Jahr den (Netto-)Umsatz auf 492 Mio. € steigern. Das entspricht einem Plus von 7,7% bzw. 36 Mio. €. Damit liegt man gegenüber 2019 um 20,1% zurück, allerdings konnte 2021 vs. 2020 das Umsatzminus trotz pandemiebedingter Einschränkungen und Gastro-Schließtagen klar verkleinert werden.

„Wir freuen uns, dass wir unter diesen extrem herausfordernden Umständen wieder wachsen konnten”, erklären Thomas Panholzer und Manfred Hayböck, die beiden Transgourmet-Chefs, unisono. Besonders herausfordernd war diesmal die Warenverfügbarkeit: Die Lieferketten waren und sind eingeschränkt. Dennoch konnten Kunden in der Systemgastronomie, aber auch einige Großkunden neu gewonnen werden.

Vorkrisenniveau als Ziel

Die Marktanteilsentwicklung entspricht der erfolgreichen Akquisitionstätigkeit. Demnach wurde der Marktanteil laut 2021er C&C Umsatz-Monitoring von Nielsen ausgebaut und liegt jetzt bei 25,9%. Auch fürs aktuelle Jahr ist Transgourmet „verhalten optimistisch” und richtet den Blick in die Zukunft: Das Vorkrisen-Niveau soll 2023 wieder hergestellt werden.

Maßgeblich dazu beitragen wird die Eröffnung des 14. Standorts im Frühsommer 2022 in Zell am See in der Gemeinde Maishofen (Investitionskosten: 30 Mio. €). „Insgesamt wird es mittelfristig eine österreichweite Abdeckung mit Transgourmet-Märkten geben”, erläutert Thomas Panholzer unter Hinweis auf weitere Märkte, die sich in Planung befinden.
Grundlegend gilt für die Zukunft („Die bereits jetzt begonnen hat”, so Panholzer), dass den Themen nachhaltiges Sortimentsangebot, Ressourcen­effizienz und Klimaschutz mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. In diesem Sinne wurde Anfang des Jahres mit der Einführung einer veganen/vegetarischen Konzeptmarke begonnen – diese unterstützt Profiköche in der Umsetzung fleischreduzierter Küche.
Aktive Verantwortung übernimmt Transgourmet gleichfalls in der boomenden Zustellung. So wird massiv in den Ausbau von E-Lkws investiert, um künftig umweltfreundlicher ausliefern zu können.

Starkes Bio-Wachstum

Betrachtet man den Transgouremt-Erlös sortimentsbezogen im Detail, so zeigt sich, dass besonders die Segmente Bio und Nachhaltigkeit wachsen – zuletzt um imposante 16%. Auch die Einführung der Bio-Marke Transgourmet Natura, die auf die Bedürfnisse von Großabnehmern maßgeschneidert wurde, hat sich etabliert. „Österreich hat sich in den letzten beiden Jahren als Top-Tourismus-Destination mit hochwertigem Angebot positioniert – genau hier können wir punkten”, ist Panholzer überzeugt.

Ein weiterer Erfolgspfeiler: intelligente und hochwertige Convenience. Unter dem Namen „Smart Cuisine” werden von einem Spitzenkoch Klassiker zubereitet, die in den eigenen Betrieben nur mehr regeneriert werden müssen – quasi „Essen bestellen für Profis”, mit ausgelagertem Koch.

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