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Wiesbauer: The next Generation © Wiesbauer (2)

ZusammenhaltKarl Schmiedbauer (l.) und Sohn Thomas Schmiedbauer (r.) begrüßen das Familienmitglied Benjamin Uher (m.) in der Firma Wiesbauer.

© Wiesbauer (2)

ZusammenhaltKarl Schmiedbauer (l.) und Sohn Thomas Schmiedbauer (r.) begrüßen das Familienmitglied Benjamin Uher (m.) in der Firma Wiesbauer.

Nicole Sziesz 22.03.2019

Wiesbauer: The next Generation

Der Wursthersteller wappnet sich jetzt gegen den vorherrschenden Fachkräftemangel am Markt.

••• Von Nicole Sziesz

WIEN-INZERSDORF. Die Rekrutierung von Fachkräften, die bei Wiesbauer später als Abteilungsleiter und Partieführer tätig sein sollen, gestaltet sich immer schwieriger. Es gebe kaum noch Nachwuchs und geeignete Nachrücker.

Jetzt möchte man sowohl dem Fachkräftemangel als auch dem Lehrlingsmangel mit neuen Strategien rechtzeitig entgegenwirken.

In die Offensive gehen

Um Personal zu halten bzw. zu bekommen, bezahle man trotz der unbefriedigenden Kosten- und Preissituation in der Branche weit über dem Kollektivvertrag. Mit weiteren Sozialleistungen, wie etwa der Werkskantine und eigenem Parkplatz, möchte Wiesbauer den Arbeitsplatz für die Mitarbeiter attraktiver gestalten. Der Fachkräftemangel sei mittlerweile so alarmierend, dass Personal branchenübergreifend abgeworben wird.

Um dem entgegenzuwirken, setze man nun auf die Einführung eines Traineeprogramms für junge Mitarbeiter, bei dem diese über einen genau definierten Zeitraum Betrieb für Betrieb der Firmengruppe kennenlernen und ihr Wissen ausbauen können. Daraus könnte sich eine Win-Win-Situation ergeben, da diese Mitarbeiter in für sie interessanten Bereichen dann flexibler eingesetzt werden könnten.

Junge Leute braucht das Land

Auch die Lehrlingssituation am Markt war schon einmal einfacher. Die Fleischbranche scheint für junge Leute nicht mehr so attraktiv zu sein, wie noch vor einigen Jahren.

Wiesbauer möchte diesen Entwicklungen jetzt mit einer Lehrlingsoffensive, bei der man aktiv junge Leute für die Branche begeistern möchte, entgegenwirken. So will man jungen Menschen ein breites Spektrum an Ausbildungsoptionen anbieten: Abgesehen von der klassischen Fleischerlehre, soll man zukünftig außerdem die Ausbildung zum Lebensmittel-Technologen, zum Fleisch-Fachverkäufer, zum Bürofachmann oder aber auch zum Elektriker und zum Koch absolvieren können.

Family Business

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Wiesbauer Holding AG, Karl Schmiedbauer und Sohn Thomas Schmiedbauer, Geschäftsführer von Wiesbauer-Wien, legen den Grundstein für die Zukunft: Mit Benjamin Uher ist schon die nächste Generation im Unternehmen beschäftigt. Uher, Enkelkind von Karl Schmiedbauer, begann nach seinem Schulabschluss 2018 die Fleischer-Lehre im Hause Wiesbauer. Er werde in den nächsten Jahren alle Abteilungen der Unternehmensgruppe durchlaufen. Uher zeige großes Interesse; Schmiedbauer ist überzeugt, dass er im Unternehmen seinen Weg machen wird.

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