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Redaktion 17.01.2020

Neue Berufsbilder sind vor allem auch digital

Reformierter Lehrberuf Medienfachmann/-frau als Erfolgsmodell für ­Österreich – neue Ausbildungsleitfäden für Jugendliche und Betriebe.

WIEN. Eine zukunftsweisende Reform der Lehrberufe im Bereich Medien, Werbung und Kommunikation haben der Fachverband Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) auf Schiene gebracht.

Seit dem Schuljahr 2018/19 kann die dreijährige Ausbildung zum/zur Medienfachmann/-frau mit den Schwerpunkten Webdevelopment und audiovisuelle Medien, Grafik/Print/Publishing und audiovisuelle Medien, Online-Marketing und Agenturdienstleistungen absolviert werden.
„In der Zeit des digitalen Wandels muss der Aufbau von digitalen Kompetenzen zu einem zentralen Bildungsziel erklärt werden. Mit der neuen Ausbildung machen wir junge Menschen fit für das digitale Zeitalter, eröffnen ihnen neue Jobchancen in innovativen Bereichen und setzen damit auch ein wichtiges bildungspolitisches Zeichen”, zeigt sich Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des WKÖ-Fachverbands Werbung und Marktkommunikation, erfreut.

Digitale Kompetenzen

„Mit neuen Ausbildungsleitfäden zum Lehrberuf Medien­fachmann/-frau hat das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort nun eine wichtige Basis zur Orientierung geschaffen”, so die WKO in einer Aussendung.

Die Leitfäden selbst wurden vom Ministerium in Auftrag gegeben und aus den Mitteln der betrieblichen Lehrstellenförderung finanziert. Die Ausarbeitung erfolgte durch das ibw (Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft) mit den Expertinnen und Experten aus der Branche. Mit dem Projekt wurde die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Fachverband Werbung und dem ibw, das auch die Entwicklung der neuen kompetenzorientierten Berufsbilder maßgeblich begleitet hat, fortgesetzt.

Orientierung liefern

„In den praxisnahen Handbüchern für die betriebliche Ausbildung finden sich sowohl Ausbildungsziele und -inhalte als auch zahlreiche Tipps und Best Practice-Beispiele von erfahrenen Ausbilderinnen und Ausbildern. Die Leitfäden dienen in erster Linie den Ausbildungsbetrieben und den Lehrlingen, bieten aber auch eine wichtige Orientierung für Berufsschulen”, zeigt sich Alexander Hölbl, Leiter der Abteilung für Berufsausbildung im BMDW, überzeugt.

Als wichtigen Schritt in die richtige Richtung für die Branche bezeichnet Sery-Froschauer die Reform der Berufsbilder: „Wir schaffen damit eine attraktive und zeitgemäße Ausbildung. Unser klares Ziel ist es, die bestehenden Lehrberufe permanent weiterzuentwickeln und einen stärkeren Fokus auf digitale Kompetenzen zu legen. Das spiegelt sich in den Ausbildungsleitfäden wider.” Die vermittelten Qualifikationen umfassen insbesondere Entrepreneurship, Kundenberatung und -betreuung, Projektmanagement, Konzeptentwicklung und qualitätsorientiertes Arbeiten.

Positive Resonanz

„Die Leitfäden werden sowohl von den Jugendlichen als auch von den Unternehmen gut ankommen. Sie sollen mithelfen, dass das neue Berufsbild in den ausbildenden Unternehmen erfolgreich umgesetzt werden kann und dazu beiträgt, die international höchst angesehene österreichische Lehrlingsausbildung am Puls der Zeit zu gestalten. Die Digitalisierung verändert die Berufswelt, und Aufgabe der Interessenvertreter und Verwaltung ist es, diesen Wandel zu begleiten. Wir wollen, dass unsere Lehrlinge in Zukunft top ausgebildet sind”, betonen Sery-Froschauer und Hölbl abschließend. (red)

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