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Augen auf für den neuen Job! © Panthermedia.net/Flydragonfly

Fast jeder Zweite nützt bei der Suche nach dem neuen Traumjob das Angebot der Printmedien.

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Fast jeder Zweite nützt bei der Suche nach dem neuen Traumjob das Angebot der Printmedien.

PAUL CHRISTIAN JEZEK 01.04.2016

Augen auf für den neuen Job!

Die Bezeichnung für den neuen Arbeitsplatz, vulgo „Jobtitel”, ist für Arbeitnehmer in spe wichtiger als die Anforderungen. Der ­potenzielle Verdienst rangiert nur unter „ferner liefen”.

WIEN. Augen lügen nicht: Unter (Online) Eye-Tracking (bzw. Blickerfassung oder Okulografie) versteht man das Aufzeichnen der hauptsächlich aus Fixationen (Punkte, die man genau betrachtet), Sakkaden (schnellen Augenbewegungen) und Regressionen bestehenden Blickbewegungen einer Person.

Diese wissenschaftliche Methode wird in den Neurowissenschaften, der Wahrnehmungs-, Kognitions- und Werbepsychologie, der kognitiven bzw. klinischen Linguistik, im Produktdesign und der Leseforschung eingesetzt – und von MindTake Research und StepStone Österreich vor Kurzem in einer repräsentativen Studie, worauf Jobsuchende besonders achten. Dafür wurden für die Gruppen IT & Telekommunikation, Marketing & Werbung und Ingenieurswesen jeweils Berufseinsteiger und berufserfahrene Bewerber unter Anwendung eines Spotlight-Viewers befragt.

Die „optimale” Stellenanzeige

Die wichtigsten Resultate: Der Großteil der befragten Österreicher (91%) setzt bei der Jobsuche in erster Linie auf Online-Jobportale. Fast ebenso oft (79%) werden Firmenwebseiten direkt aufgesucht – und immerhin fast jeder Zweite (47%) konsultiert Printmedien.

Betrachtet man alle befragten Zielgruppen, bekommt der Jobtitel den höchsten Aufmerksamkeitswert, gefolgt von Aufgaben, Anforderungsprofil und Benefits. Die Gehaltsangabe liegt hingegen nur auf Platz fünf (!).
Bilder werden am besten wahrgenommen, wenn es sich um ein großes Bild im oberen Bereich der Stellenanzeige handelt; Bilder mit mehreren Personen erhalten dabei mehr Aufmerksamkeit als andere. Auch das Logo kommt im linken oberen Bereich der Stellenanzeige am besten zur Geltung. Für die textliche Gestaltung der Anzeige kann festgehalten werden, dass Aufzählungspunkte grundsätzlich besser ankommen als Fließtext, und der Jobtitel idealerweise in der Mitte der Stellenanzeige platziert wird.
Wer noch nicht so viel Erfahrung im Beruf hat, legt den Fokus grundsätzlich mehr auf die Punkte Jobtitel, Aufgaben und Anforderungsprofil. Berufserfahrene hingegen schenken den Punkten Jobtitel, Aufgaben und Benefits nahezu gleich viel Aufmerksamkeit.

Gehaltsbandbreite bevorzugt

Direkt gefragt, kommt bei Jobsuchenden am besten die Angabe einer Gehaltsbandbreite (44%) an, und auf Platz zwei folgt das reale Gehalt (42%). Kollektivvertragliche Angaben werden nur von 14% bevorzugt.

Die unterschiedlichen Zielgruppen schenken den verschiedenen Gehaltsangaben aber unterschiedlich viel Aufmerksamkeit. So bekommt bei Berufseinsteigern der Branche IT & Telekommunikation die „Gehaltsbandbreite” den höchsten Aufmerksamkeitswert, während Berufserfahrene hier mehr auf das reale Gehalt schauen.

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