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Marketingteams oft nur Zaungäste © Panthermedia.net/Rawpixel

Kompetenz Möchten Marketing-Verantwortliche mit am Tisch sitzen, wenn über die zukünftige Ausrichtung ihres Unternehmens entschieden wird, müssen Lern- und Innovations­orientierung zu Kernkompetenzen werden.

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Kompetenz Möchten Marketing-Verantwortliche mit am Tisch sitzen, wenn über die zukünftige Ausrichtung ihres Unternehmens entschieden wird, müssen Lern- und Innovations­orientierung zu Kernkompetenzen werden.

Redaktion 24.08.2018

Marketingteams oft nur Zaungäste

Studie: Die Marketingabteilungen haben zu wenig Einfluss auf die Strategieprozesse in Unternehmen.

WIEN/BERLIN. Während Unternehmenslenker zu Start-ups pilgern, die mit kundenfokussierten Geschäftsmodellen ganze Märkte revolutionieren, haben Kunden- und Marktexperten in den Unternehmen oft nur wenig Einfluss auf strategische Entscheidungen. Das zeigt die D-A-CH-Studie „Was erfolgreiche Marketing-Teams auszeichnet”: 45% der Marketing-Verantwortlichen sind in den Strategieprozess wenig oder gar nicht eingebunden.

Es fehlt an Akzeptanz

Noch geringer ist ihr Einfluss auf die Produktpolitik. Denn nur bei 38% gehört das Produktmanagement zum Aufgabenbereich. Fehlt dem Marketing-Team Einfluss im Unternehmen, bleibt nicht nur der Erfolg aus – die Wahrscheinlichkeit, gerade die ehrgeizigsten Marketing-Mitarbeiter zu verlieren, steigt signifikant. „Nur 44 Prozent der Marketing-Teams sehen sich in der Lage, Geschäftsmodell- und Serviceinnovationen zu entwickeln – es ist nicht überraschend, dass sie gerade bei der digitalen Transformation oft nur Zaungäste sind”, so Andrea Kindermann, Co-Autorin der Studie und Professorin für Digitale Transformation an der Quadriga Hochschule.

Die Studie belegt aber auch, dass in der Digitalen Transformation des Marketings das Marketing oft nur Follower, nicht Innovationstreiber ist. Über die Hälfte der Marketer bezeichnen die Trendthemen Künstliche Intelligenz bzw. Augmented und Virtual Reality als nicht relevant für ihr Marketing-Team; damit wiederholt sich das Muster früherer Innovationszyklen, einen Trend so lang zu ignorieren, bis seine Relevanz schmerzhaft spürbar wird, um dann festzustellen, dass bereits die Kompetenz fehlt, Bewerber und Berater zum Thema zu beurteilen. (red)

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