CAREER NETWORK
Millionenförderung für „Denise” © TU Graz/Jimmy Lunghammer

Denise-Team: Joachim ­Schauer, FH Joanneum Kapfenberg, Christian Vogel, FH Joanneum, Kay Römer, TU Graz, und Annette Mütze, TU Graz (v.l.).

© TU Graz/Jimmy Lunghammer

Denise-Team: Joachim ­Schauer, FH Joanneum Kapfenberg, Christian Vogel, FH Joanneum, Kay Römer, TU Graz, und Annette Mütze, TU Graz (v.l.).

Redaktion 15.10.2021

Millionenförderung für „Denise”

Der Wissenschaftsfonds FWF fördert ein gemeinsames Doktoratsprogramm von FH Joanneum und TU Graz.

WIEN / GRAZ. „Denise” (kurz für „Dependable Electronic Based Systems”) nennt sich das Doktoratsprogramm, im Rahmen dessen FH Joanneum und TU Graz erstmals fünf Doktoratsstudierende hochschulübergreifend in der EBS (Electronic Based Systems)-Forschung ausbilden werden. Es ist eines von insgesamt fünf ausgewählten kooperativen Doktoraten, die der Wissenschaftsfonds FWF über die neue Förderschiene „doc.funds.connect” mit je einer Mio. € fördert. Ziele dieser vom Wissenschaftsministerium initiierten Maßnahme: Sie soll die Kooperation zwischen den Institutionen forcieren, die Forschungskompetenz der Fachhochschulen stärken und dem wissenschaftlichen Nachwuchs Karrieremöglichkeiten in hochinnovativen Forschungsfeldern eröffnen.

Denise wird vom Leiter des Instituts für Electronic Engineering der FH Joanneum, Christian Vogel, und vom Leiter des Instituts für Technische Informatik der TU Graz, Kay Römer, verantwortet. Vogel bezeichnet das Programm als „Brückenschlag zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung, aber auch zwischen zwei bereits eng verzahnten Institutionen”.

Internationale Ausschreibung

Die Ausschreibung für die fünf Doktoratsstudienplätze erfolgt international. Ab dem Sommersemester 2022 beginnt das vierjährige Doktoratsprogramm. Erforscht werden Konzepte und Methoden, aber auch anwendungsorientierte Werkzeuge, um elektronikbasierte Systeme (EBS) verlässlicher zu machen. EBS sind miteinander drahtlos vernetzte elektronische Systeme, bestehend aus mikro- und nanoelektronischen Komponenten sowie aus eingebetteter Software mit Künstlicher Intelligenz. Die Einsatzbereiche reichen von automatisiertem Fahren, über intelligente Fabriken bis hin zu Smart Home-Lösungen und anderen Anwendungen, bei denen Ausfälle schwerwiegende Konsequenzen haben können.

Römer: „Die Zahl elektronikbasierter Systeme wächst enorm. Sie können Bereiche wie Produktion, Infrastruktur oder Verkehr intelligent und nachhaltig machen, werden aber nur akzeptiert, wenn Menschen diesen Systemen vertrauen. Verlässlichkeit wird daher zum Eckpfeiler für die gesellschaftliche Akzeptanz von EBS.”
Die Rolle des südlichen Österreichs „als eine der führenden Regionen für elektronikbasierte Systeme” betonte TU Graz-Rektor Harald Kainz in Anspielung u.a. auf das universitätseigene EBS Center und Betriebe wie Infineon, ams, NXP, AT&S, Epcos und das Grazer Headquarter der Silicon Austria Labs am Campus Inffeldgasse der TU Graz. (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL