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Sparprogramm für Start-ups © EY
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Redaktion 17.04.2020

Sparprogramm für Start-ups

Nach Rekordinvestitionen im Vorjahr drohen den Jungunternehmen jetzt finanzielle Engpässe.

••• Von Britta Biron

WIEN. 31,3 Mrd. € haben europäische Start-ups im Vorjahr von Investoren lukriert, um satte 46% mehr als 2018. Am größten war der Geldregen für britische Jungunternehmen, im Vergleich dazu bescheiden sind die Mittel, mit denen sich heimische Start-ups begnügen müssen.

Die Top-10-Deals in Österreich hatten ein Durchschnittsvolumen von 14 Mio. € – in Deutschland sind es dagegen 258 Mio. € und in der Schweiz 78 Mio. €.
„2019 dürfte vorerst das letzte Rekordjahr für das europäische Start-up-Ökosystem gewesen sein”, prognostiziert Thomas Gabriel, Partner und Leiter Start-up bei EY Österreich. „Die Coronavirus-Pandemie wird zu deutlich sinkenden Investitionen führen. Außerdem sind bei vielen Unternehmen massive Umsatzausfälle zu erwarten. Damit ist diese Krise eine existenzielle Herausforderung für das europäische und auch das österreichische Start-up-Ökosystem.”
Besonders kritisch sei die Lage für die Branchen Travel, Mobility und Events, positive Perspektiven sieht der Experte dagegen für Unternehmen in den Sektoren Digital Health, Biotech und Medizintechnik. Auch Start-ups in den Branchen Logistik, Food, Online-Handel, Online-Learning, Online-Kommunikation und Software as a Service-Lösungen könnten mittelfristig ebenfalls einen Aufschwung erleben.

Schwere Zeiten

„Die anhaltend niedrigen Finanzierungsvolumina und die zu erwartenden Finanzierungsprobleme in der aktuellen Krisen­situation unterstreichen wieder, wie wichtig eine Gesamtstrategie für die Start-up-Szene in Österreich ist. Es wäre sinnvoll, sich strategisch auf bestimmte Schwerpunkte zu fokussieren und Cluster einzurichten, welche die Herausforderungen der österreichischen Industrieunternehmen abbilden. Ein Schulterschluss zwischen öffentlicher Hand, Unternehmen, Kapitalgeber und Start-ups ist unbedingt erforderlich”, betont Gabriel.

Um heimische Jungunternehmen und kleine Betriebe zu unterstützen, stellt EY seinen „EY Finance Navigator” für drei Monate kostenlos zur Verfügung. Das Online-Tool hilft, die finanziellen Auswirkungen von Covid-19 auf das Business zu beurteilen, erleichtert die Erstellung eines professionellen Finanzplans und detaillierter Cashflow-Prognosen.

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