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Zur Stärkung der Lehre in Österreich © Spar/wildbild
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Redaktion 31.01.2020

Zur Stärkung der Lehre in Österreich

Seit mehr als zwei Jahren pusht die Initiative z.l.ö. – ­zukunft.lehre.österreich. den Stellenwert der Lehre.

WIEN. Der drohende Fach­kräfte­mangel stellt eine der größten Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Österreich dar. Die Zahlen sprechen für sich: Gingen 1980 noch knapp 200.000 Jugendliche einer Lehre nach, sind es heute nur mehr knapp über 100.000.

Energie AG, KTM, FACC und rund ein halbes Hundert weitere namhafte Unternehmen haben sich zusammengetan, um gemeinsam neue Wege zu bestreiten und bestehende Ini­tiativen und Interessensvertretungen zu unterstützen. Die z.l.ö. setzt sich unabhängig und branchenübergreifend für bessere Aufklärung über die Vorteile der Lehre und für eine deut­liche Imagesteigerung ein.
Meinungsforscher Wolfgang Bachmayer: „61,1 Prozent der heimischen Unternehmen hatten im letzten Jahr Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern mit einem Lehrabschluss – obwohl die Lebenseinkommen von Lehrberufen im Vergleich zu einigen akademischen Berufen gleich hoch oder sogar höher ausfallen.”

Plattform zur Vernetzung

So weist z.B. der Lehrberuf Systemtechniker mit 1,88 Mio. € ein höheres Lebenseinkommen auf als der Beruf des Psychologen mit Universitätsausbildung (1,66 Mio. €). Das aktuelle Regierungsprogramm fordert daher eine Stärkung der Lehre, um die Chancen und Möglichkeiten, die diese berufliche Bildung bietet, in den Vordergrund zu rücken.

Der von der z.l.ö. gegründete Klub „zukunft.lehre.alumni.” bietet ehemaligen Lehrlingen, Fachkräften und Entscheidungs­trägern eine Möglichkeit, sich einfach miteinander zu vernetzen. „Damit haben wir eine Plattform für jeden realisiert, der die Lehre unterstützen möchte”, erklärt z.l.ö.-Präsident Werner Steinecker, Generaldirektor der Energie AG OÖ.

Massiver Fachkräftemangel

Andreas Perotti (FACC) weiß über die Gefahr des drohenden Fachkräftemangels für den Industriestandort Österreich: „Wir bilden die Spezialisten von morgen aus. Gerade deshalb sind wir ständig auf der Suche nach engagierten Jugendlichen, die in einer so vielfältigen und spannenden Zukunftsbranche tätig werden möchten.”

Josef Kinast, Niederlassungsleiter von Siemens OÖ, ist sich der Relevanz dieser Ausbildungsform ebenfalls bewusst und fördert seit Jahrzehnten junge, angehende Fachkräfte: „Wir unterstützen unsere Lehrlinge bestmöglich in ihrer Entwicklung, denn sie sind maßgeblich für unser aller Erfolg.” (pj)
www.zukunft-lehre.at

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