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Aktuelle Covid-Umfrage: Stimmung steigt © P8 Marketing Gmbh

Georg Hofherr

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Georg Hofherr

Redaktion 20.07.2021

Aktuelle Covid-Umfrage: Stimmung steigt

P8 Marketing hat online in der bereits sechsten Covid-19 Umfrage über 1.250 Österreicher/innen im Zeitraum von 06. Juli bis 15. Juli 2021 befragt.

WIEN. Kernthemen der Umfrage sind
Glücksfaktoren & Wertewandel, geplante Investitionen & Reiselust im Sommer, die Bewertung von modernen Arbeitsformen und das Krisenmanagement der Bundesregierung, Einschätzung zu Neuwahlen sowie erwartete wirtschaftliche Entwicklungen.

Stimmung steigt, innere Werte manifestiert
Das Glücksbarometer der Covid-19 Umfrage von P8 Marketing steigt nach dem Tiefpunkt im Jänner 2021 wieder an: Zu Jahresbeginn war jeder Dritte aktuell „unglücklich“ bis „sehr unglücklich“. Die aktuelle Befragung zeigt, dass mittlerweile „nur“ mehr jeder fünfte „unglücklich“ (9,94%) bis „sehr unglücklich“ (11,63%) ist. Im Vergleich zur Stimmung von Oktober 2020 (3,0) und Jänner 2021 (2,8) werden 3,2 von 5 möglichen Stimmungspunkten erreicht. Dies ist der Höchstwert seit April 2020 (3,1).

Die Glücksfaktoren sind seit dem letzten Jahr unverändert. Es zählen weiterhin Gesundheit (87,18%), eine intakte Familie (75,05%), keine Geldsorgen (64,51%), Freunde (62,52%), Partnerschaft (57,16%) sowie ein schönes Zuhause (54,08%). Gutes Aussehen (10,74%) sowie Shopping (5,76%) verlieren im neuen Alltag an Bedeutung. „Die inneren Werte haben sich manifestiert. Sie übertrumpfen den äußeren Schein und die
oberflächliche Konsumlust. Die Bedeutung von Familie und Freunden wird zum nachhaltigen Mega-Trend“,
analysiert P8-Chef Georg Hofherr.

Sinnstiftende Investitionen geplant
Die Konsumlust nimmt langsam zu: Im letzten Jahr haben 40% nur mehr das Notwendige gekauft, mittlerweile achtet knapp jeder Vierte darauf. Für rund 28% sind weiterhin regionale Produkte beim Einkaufen besonders wichtig und der Boom im Online-Shopping hält bei 38% der Befragten weiter an(vgl. April 2020 11%). Bei jedem Dritten ist das Einkaufsverhalten unverändert.

Die Sehnsucht nach einem normalen Alltag (60,3%), Reisen und Urlaub (35,01%) sowie Freunde und Familie treffen (45,78%) sind Bereiche, welche in der neuen Normalität wirklich zählen. Ausgaben sind in diesem Jahr insbesondere in den Bereich Wohnen (36,29%), Reisen (34,04%), Freizeitaktivitäten (33,19%)
und Gesundheit (31,16%) geplant. „Keiner hätte vor zwei Jahren geglaubt, dass Normalität so viel Freude machen kann“, so Hofherr.

Urlaub in der „Nähe“ löst Fernreisen ab

45% der befragten Österreicher/innen haben geplant, in diesem Jahr zu verreisen. Knapp 13% sind sich noch unsicher, 42% haben keine Reise geplant. Zu den besonders beliebten Reisezielen zählen u.a. Österreich (45,71%), Italien (29,1%), Kroatien (28,17%) und Griechenland (8,58%).

Die Motivstudie der Österreich Werbung zum Österreichurlaub 2021 ergibt ebenfalls, dass 45% einen Sommerurlaub 2021 planen, 2020 waren es hingegen nur 30%. Mehr als die Hälfte derer, die einen Sommerurlaub planen, wollen diesen in Österreich verbringen.

Sicherer Job bedeutsam, digitales Arbeitsumfeld mit Problemen
8 von 10 Befragten sind aktuell mit ihrer Arbeitssituation zufrieden und planen nicht, in den nächsten 12 Monaten den Job zu wechseln. „Es zeigt sich, dass die Krise nachwirkt und ein sicherer Arbeitsplatz an enormer Bedeutung gewinnt. Die Suche nach Arbeitskräften wird daher weiterhin für Unternehmen zu einer Herausforderung“, erwartet Hofherr.
Moderne Arbeitsformen, digitale Kommunikation und Home-Office haben allerdings noch Luft nach oben: Rund 38% bewerten diese neuen Methoden in ihrem Arbeitsalltag mit „sehr schlecht“ oder schlecht, lediglich 31% vergeben ein „gut“ (11,66%) oder „sehr gut“ (18,87%).

Krise beschäftigs uns noch länger, Inflation & Neuwahlen vermutet
Mittlerweile denken bereits über 81% der Befragten, dass Österreich die Corona Krise noch weitere 12 Monate oder länger begleitet und Corona damit in den nächsten Jahren zum fixen Bestandteil unseres Lebens wird. Die Einschätzung zur mittelfristigen Wirtschaftsentwicklung nach der Corona-Krise zeigt aber auch, dass wieder Hoffnung geschöpft wird. 7 von 10 der Befragten erwarten eine „sehr negative“ bzw. „negative“ Wirtschaftsentwicklung - in der Befragung von Jänner 2021 haben diese Meinung noch 9 von 10 geteilt.

Die Menschen vermuten, dass es aufgrund der hohen Staatsschulden zu einer Inflation kommen kann. 65% gehen von einer Geldentwertung aus, 24% sind sich noch unsicher. Seit Oktober hat sich die Stimmung gegenüber der Bundesregierung, bedingt durch die Dauer der Krise sowie den laufenden Änderungen, auf niedrigem Niveau eingependelt. Der mangelnde respektvolle Umgang zwischen den politischen Parteien lässt die Befragten (49%) Neuwahlen vermuten. „Alle politischen Parteien sind angehalten, das Vertrauen der Bevölkerung neu aufzubauen. Die Politik beschädigt sich derzeit selbst“, erläutert Hofherr abschließend. (red)

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