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Trotz Steigerung: Luft nach oben © Sonja Pohl

Tourismuslandesrat Jochen Danninger, Michael Duscher, GF NÖ Werbung.

© Sonja Pohl

Tourismuslandesrat Jochen Danninger, Michael Duscher, GF NÖ Werbung.

Redaktion 11.02.2022

Trotz Steigerung: Luft nach oben

Nach dem Annus horribilis 2020 und der Erholung 2021 soll Niederösterreichs Tourismus jetzt kräftig durchstarten.

ST. PÖLTEN. Der Silberstreif am Horizont ist deutlich: Die Nächtigungsbilanz in Österreichs größtem Bundesland hat sich nach den Einbrüchen im ersten Pandemiejahr 2020 erholt. Vor allem der „neuen Sommerfrische” verdankt man mehr als fünf Mio. Übernachtungen, das ist ein Zuwachs von 9,4% im Vergleich zu 2020. Highlights wie ein reichhaltiges Kulturangebot, Degustationsausflüge in die Weingebiete im Herbst und der boomende Rad-Tourismus lockten zusätzlich viele Menschen an. Dieser Trend soll sich fortsetzen, sind Tourismuslandesrat Jochen Danninger und Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung, überzeugt; sie rechnen sogar mit einer „großen Aufholjagd” in diesem Jahr.

Urlaub nahe am Zuhause ist ein unübersehbarer und ökologischer Trend. Immerhin schädigt eine Fernreise nach Übersee das Klima mit etwa sieben Tonnen Kohlendioxid. Das ist – pro Tag! – doppelt so viel wie ein Urlaub am Land in zwei Wochen insgesamt verursacht. Zudem ist nach den Turbulenzen der vergangenen zwei Jahren zu erwarten, dass viele Menschen das Risiko einer Fernreise noch meiden. Zu präsent sind die Stornierungen und die sich ständig ändernde Corona-Regeln der Vergangenheit.

Digitalisierungsoffensive

Um Reiselustigen Niederösterreich noch schmackhafter zu machen, setzt man jetzt auf eine Digitalisierungsoffensive, die Stärkung der Niederösterreich-Card und Schwerpunkte wie Wein, Kulinarik, Kunst und Kultur.

Die Stellung als Raddestination Nummer eins in Mitteleuropa soll mit einer Initiative rund um das Rad und das Mountainbike weiter gefestigt werden. Neben dramatischen Rückgängen bei Seminaren und Kongressen hat vor allem der Wintertourismus unter der Pandemie massiv gelitten. Das Skigebiet Lackenhof am Ötscher, dem noch im vergangenen Herbst das komplette „Aus” drohte, ist zumindest für zwei Jahre gerettet. Nachdem der ehemalige Eigentümer, die Schröcksnadel-Gruppe, die Lifte wegen rückläufiger Besucherzahlen, schwieriger Wetterverhältnissen und der Pandemie abbauen wollte, ist das Land Niederösterreich seit Dezember 2021 alleiniger Eigentümer der Skigebiete Lackenhof und Hochkar. Die heurige Wintersaison geht noch bis 20. März, auch im Sommer ist der Doppelsessellift auf den Großen Ötscher in Betrieb. (ah)

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