DESTINATION
Weinforum Burgenland zum Thema „Topwein – was ist das?" www.zweischrittweiter.at

Helmuth Renner, Initiator Weinforum Burgenland

www.zweischrittweiter.at

Helmuth Renner, Initiator Weinforum Burgenland

Redaktion 12.04.2017

Weinforum Burgenland zum Thema „Topwein – was ist das?"

Bilanz der Fachtagung für Winzer, Gastronomie, Weinhandel und Weinliebhaber.

PAMHAGEN. Am vergangenen Donnerstag fand in Pamhagen die vierte Auflage des Weinforum Burgenland statt. Zu Wort kamen national und international anerkannte Weinkritiker und Experten der Weinbranche, die sich intensiv mit dem Thema „Topwein – was ist das? Welche Kriterien muss ein großer Wein erfüllen?“ auseinandersetzten.

Zu Beginn gab Caro Maurer ("Fine – das Weinmagazin/"Der Feinschmecker") einen Überblick über die verschiedenen Bewertungssysteme. Dann erklärten René Gabriel (WeinWisser), Giles McDonogh (Decanter) und Stephan Reinhardt (Parker/The Wine Advocate) ihre Bewertungsschemata und erörterten anhand eines Kriterienkatalogs, welche Faktoren und Parameter für sie die „letzten“ Unterschiede zwischen den Punkte-Bewertungen ausmachen.
Anschließend kamen die nationalen Weinkritiker zu Wort (Petra Bader - Gault Millau, Willi Balanjuk - A la Carte, Peter Schleimer - Vinaria, Alexander Lupersböck - wein.pur). Weinfachleute aus der Gastronomie, wie der deutsche Mastersommelier Frank Kämmer, Sommelier-Legende Adi Schmid vom Steirereck und Andreas Katona von Amador´s Wirtshaus in Wien, erörterten, wie sie mit Weinbewertungen umgehen und nach welchen Kriterien Weine auf die Karten ihrer Restaurants gelangen.

Topwein im Handel
Mit der Frage, was einen Topwein im internationalen Fachhandel und im Lebensmitteleinzelhandel ausmacht, beschäftigten sich der deutsche Weinhändler Frank Roeder und Alexander Gottardi aus Österreich sowie Anne Thysell, Weineinkäuferin im LEH. Viel Beachtung fand die Diskussion der Winzerrunde unter dem Titel „Punkte – Fluch oder Segen für den Winzer?“, besetzt mit Christine Saahs vom Nikolaihof, Erwin Sabathi, Fritz Wieninger, Gerhard Kracher und Roland Velich.
Nach jedem Vortrag wurden die Tagungsteilnehmer zur Diskussion mit den Referenten eingeladen. Bei der finalen Blindverkostung standen die Weinkritiker aus England, Deutschland, der Schweiz und Österreich auf der Bühne, und das Auditorium lauschte ihren Ausführungen. Der Initiator des Weinforum Burgenland, Helmuth Renner, konnte mehr als 200 Teilnehmer willkommen heißen. Das Fachpublikum reiste aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland an. Bei der „Big Bottle Party“, dem gemütlichen Ausklang des Weinforum Burgenland, wurde in entspannter Atmosphäre die Diskussion um große Weine und deren Bewertung fortgesetzt.

Bewertungskriterien
In der Zusammenfassung der Bewertungskriterien werden von allen anwesenden Weinkritikern die Komplexität und Intensität in der Nase, am Gaumen die Struktur und Länge im Abgang sowie die Tanninqualität beim Rotwein als die wichtigsten Kriterien genannt. Bei der Gesamtbetrachtung werden Balance, Komplexität und Finesse in unterschiedlicher Reihenfolge von allen genannt. Bei den Weißweinen werden Grüner Veltliner, Riesling und Sauvignon Blanc, bei den Rotweinen Blaufränkisch als die wichtigsten Rebsorten und jene mit dem größten Qualitätspotenzial wahrgenommen. Wachau und Kamptal liegen in Niederösterreich bei der Qualitätseinschätzung voran, das Burgenland wird ausgewogen – die vier Regionen als gleichwertig – wahrgenommen; die Südsteiermark steht für das Steiermark-Bild, und Wien wird mit Gemischter Satz identifiziert. (red)

www.weinforum-burgenland.at

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL