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Einkauf beim Freund © Nah&Frisch (2)

Markus Berger„In unserer Gegend gibt es den ‚Granit­pilger­weg', da kommen immer wieder Wanderer zu uns, die die Vorzüge unseres familiären Marktes und unser Angebot loben.”

© Nah&Frisch (2)

Markus Berger„In unserer Gegend gibt es den ‚Granit­pilger­weg', da kommen immer wieder Wanderer zu uns, die die Vorzüge unseres familiären Marktes und unser Angebot loben.”

Redaktion 09.10.2020

Einkauf beim Freund

Bergers großes Sortiment ist gut und schön, aber die wahre Verlockung ist seine Kaffee-Ecke und das familiäre Umfeld.

NIEDERWALDKIRCHEN. Im Mühlviertel, im Auslaufgebiet des Linzerwaldes, liegt die hübsche Marktgemeinde Niederwaldkirchen. Laut Gemeinde sind hier derzeit rund 40 Gewerbebetriebe ansässig. Nah&Frisch Kaufmann Markus Berger ist einer von ihnen. Wir trafen uns zum Interview.

medianet: Herr Berger, was macht ein attraktives Dorf aus?
Markus Berger: Wichtig für ein Dorf ist eine intakte Infrastruktur. Bei uns gibt es einen Kindergarten, Krabbelstube, Volks- und Neue Mittelschule, Bank, Ärzte, Wirtshaus, unsere eigene Bäckerei und eben unser Lebensmittelgeschäft – damit sind schon einige Bedürfnisse abgedeckt, sodass die Bewohner nicht aus dem Ort fahren müssen. Wenn alles da ist, was man zum Leben und Wohlfühlen braucht, wird solch ein Dorf auch wieder für den Zuzug interessant.

medianet:
Inwieweit haben Sie als Nah&Frisch Kaufmann Anteil daran?
Berger: Sehr weit (lacht). Wir sind, wie fast alle Nah&Frisch Kaufleute, mehr als ‚nur' der Nahversorger im Ort. Wir sind zentraler Treffpunkt. Bei uns, oder auch mit uns. Und manchmal sind wir das ‚verlängerte Wartezimmer' von den Ärzten gleich neben unserem Geschäft.

Anderes Beispiel: Jeden Sonntag von 7 bis 12 Uhr findet unser Frühschoppen im bzw. vorm Geschäft statt. Mit frischem Gebäck und Bier – wie es sich für einen Frühschoppen gehört –, aber natürlich auch anderen Speisen und Getränken. So etwas ist wichtig für die Dorfgemeinde.


medianet:
Neben einer funktionierenden Infrastruktur gelten ja auch Vereine als wichtig für eine Gemeinde – wie sind da Ihre Erfahrungen?
Berger: Wir unterstützen uns gegenseitig. Die Vereine kaufen aber auch wirklich alles für ihre Festl’n oder den Kantinenbetrieb bei mir, von mir gibt es Sponsoring und Ware auf Kommission. Das heißt, abgerechnet wird erst nach dem belieferten Fest, wenn klar ist, was der Verein hat verkaufen können.

Und wir sind auch immer für die Vereine da – sei es einfach bei der persönlichen Beratung oder beim prompten Nachliefern, wenn’s Bier grad ausgeht.


medianet:
Abgesehen von der eigenen Bäckerei – wie unterscheiden Sie sich noch vom Mitbewerb?
Berger: Mit Freundlichkeit, Kundenbezogenheit – wir kennen etwa 80 Prozent unserer Kunden beim Namen. Mit ­regionalen und lokalen Produkten wie Eier, Milch, Käse, ­Joghurt, Topfen, Hofstettner Bier, Bio-Öle von farmgoodies oder Säfte. Außerdem versuchen wir stets, sämtliche Kunden­wünsche so gut wie möglich zu erfüllen.

medianet:
Welche Abteilung ist Ihnen sonst noch wichtig?
Berger: Vor allem die Feinkostabteilung, denn hier bieten wir ein zusätzliches Angebot an verschiedenen Aufstrichen, hausgemachten Knödeln, ofenfrischen Bratln, Schnitzel, Ripperln, selbstgemachter Sulz und belegten Brötchen – die gern auch manchmal von der Gemeinde für ihre Veranstaltungen bestellt werden. Unsere gemischten Platten sind auch sehr beliebt.

medianet:
Apropos Gemeinde – ein guter Kunde?
Berger: Oh ja, früher hat sie etwa für Jubilare oder frischgebackene Eltern Geschenkkörbe bei mir gekauft. Das wurde mittlerweile auf die beliebteren Gutscheine umgestellt und hilft mir doppelt.

medianet:
Was glauben Sie schätzen Ihre Kunden an Ihnen?
Berger: Unser gemütliches Café, das familiäre Umfeld und die freundlichen, zuvorkommenden Mitarbeiter. Unser Feinkost-Platten-Catering. Die besondere Kombination aus Einkauf und Café wird ebenfalls gern gesehen und auch genutzt.

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