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Gesucht und ­gefunden © Marko Novokmet

Digital-PionierVereinfachen, schneller und besser machen, digitalisieren: Steuerberater Gerald Kreft beschäftigt sich seit seinem Berufseinstieg als Berufsanwärter mit diesen Themen.

© Marko Novokmet

Digital-PionierVereinfachen, schneller und besser machen, digitalisieren: Steuerberater Gerald Kreft beschäftigt sich seit seinem Berufseinstieg als Berufsanwärter mit diesen Themen.

Redaktion 15.12.2017

Gesucht und ­gefunden

Lindeonline – das führende Digitalangebot im Steuerrecht: „Einfach zu Recht finden”.

WIEN/LINZ. Ob bei Publikationen oder Veranstaltungen, das Thema der Digitalisierung ist in der Steuerberatungsbranche in aller Munde. Die gesetzlichen Anforderungen und Bestimmungen ändern sich gefühlt öfter, als das dazugehörende Gesetzeswerk gedruckt werden kann; zugleich gibt es bei Lindeonline ein interessantes Angebot.

Als Pionier in diesem Feld gilt Gerald Kreft, geschäfts­führender Partner bei HFP Kreft Partner Steuer­beratungs GmbH, der bereits vor 20 Jahren die großen Vorteile des Internets und der Rechtsdatenbanken für sich entdeckte.
medianet bat den Wirt­schafts­treuhänder, Steuer­berater und Unternehmens­berater zum Interview.

 

medianet: Lohnt es sich als Steuerberater überhaupt noch, ein gedrucktes Buch bzw. Nachschlagewerk zu erwerben?
Gerald Kreft: Trotz der raschen Änderung der Gesetze und ihrer Auslegungen sind gewisse Standardwerke lohnend, wie der Jakom oder als Fachzeitschrift die SWK, jedenfalls zumindest aber die Kodex-Reihe. Denn man liest Gesetze, Artikel und Beiträge lieber auf Papier. Allerdings ist es nicht mehr zielführend und vor allem betriebswirtschaftlich sinnvoll, eine riesige Bibliothek aufzubauen, um alle rechtlichen Bereiche abzudecken.

medianet:
Inwiefern ist Lindeonline da eine Alternative?
Kreft: Gerade Lindeonline nutze ich am häufigsten, da hier die meisten Kommentare und Fachbücher, die ich für die tägliche Arbeit benötige, zur Verfügung stehen.

medianet:
Welche Inhalte ­nutzen Sie am liebsten?
Kreft: Klassischerweise immer noch die SWK, da hier viel Literatur und Judikatur über die einzelnen Fachartikel gefunden werden kann. Durch das elektronische Durchstöbern kommt man über die Verbindung der Fundstellen und der jeweiligen Überschriften der Artikel rasch zu den richtigen Ergebnissen. 

Aber auch die SWI ist gerade für unsere Beratung im Zusammenhang mit internationalem Steuerrecht und Unternehmensgründungen im Ausland unverzichtbar. Ohne Suchfunktion könnten wir unsere Beratung hier niemals so zielorientiert anbieten.

 

medianet: Was ist Ihr persönliches Highlight mit Linde­online?
Kreft: Da fällt mir speziell eines ein, bei dem ein von mir vertretener Berufungsfall zur Änderung einer Richtlinienmeinung geführt hat: Das Finanzamt hat sich auf die Richtlinien gestützt und in diesem Falle angesetzte Werbungskosten nicht anerkannt.

Nach meinen Verständnis lag hier ein Widerspruch der Richtlinien zum Gesetzeswortlaut vor. Die Recherche in Lindeonline ergab, dass die Richtlinien auf einen Lohnsteuerkommentar abstellten und sich nicht auf die ursprünglichen VwGH-Entscheidungen bezogen, die einen völlig gegenteiligen Sachverhalt beurteilten. Meine Berufung wurde schließlich auch beim Salzburger Steuerdialog diskutiert. Letztendlich wurde die Berufung positiv erledigt und die Richtlinien wurden geändert.
Ohne Lindeonline wäre die verkettete Suche nach der Entscheidungsgrundlage fast unmöglich gewesen; so konnte das in kurzer Zeit gewinnbringend und zur Zufriedenheit des Klienten gelöst werden.
Lindeonline war damit indirekt auch an der Richtlinien-Änderung beteiligt.

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