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„Stillstand ist der erste Rückschritt” © KWT

Zukunft DigitalBeim Symposium „Zukunft Digital” der KWT: Franz Nowotny (r.) mit dvo-Kundin Sabine Brandner, Steuerberaterin, und Moderator Wolfgang Peterlik, Managing Director Vertikom Austria (Mitte).

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Zukunft DigitalBeim Symposium „Zukunft Digital” der KWT: Franz Nowotny (r.) mit dvo-Kundin Sabine Brandner, Steuerberaterin, und Moderator Wolfgang Peterlik, Managing Director Vertikom Austria (Mitte).

Redaktion 15.12.2017

„Stillstand ist der erste Rückschritt”

Mit dem richtigen Partner geht alles besser – erst recht bei den Abläufen der Digitalisierungsprozesse.

WIEN. Die Zukunft ist digital, aber bereits in der Gegenwart hat die Digitalisierung und die damit einhergehende Automatisierung einen hohen Stellenwert. „Digitalisierung passiert. Die Märkte ändern sich. Das Berufsbild des Steuerberaters ist im Wandel. Diese Veränderungen sind eine Chance! Da es um die Kernprozesse in der Kanzlei geht, ist die Digitalisierung ganz klar Chefsache”, meinte Franz Nowotny, Geschäftsführer von dvo Software Entwicklungs- und Vertriebs-GmbH, beim Symposium ­„Zukunft Digital” der Kammer der Wirtschaftstreuhänder.

Digitalisieren: Ja, aber wie?

Vor der Praxis kommt die Theorie – soll im konkreten Fall heißen, dass dem praktischen Digitalisierungsprozess in einer Steuerberatungskanzlei optimalerweise einige Veränderungsprojekte vorausgehen. Franz Nowotny nennt die Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Digitalisierung: „Ein Organisationsprojekt mit professioneller Projektbegleitung aufsetzen und das Thema Change Management nicht außer Acht lassen, sondern ­proaktiv umsetzen.”

Ein wichtiger Schritt ist infolgedessen für den Digitalisierungsprofi der Phasenplan: Zuerst über die Grundlagen der Digitalisierung informieren (z.B. in einem Seminar der Kammer der Wirtschaftstreuhänder), dann mit einem Softwarehersteller die Möglichkeiten besprechen und schließlich, je nach Kanzlei, die zu priorisierenden Themen (z.B. digitales Belegmanagement, vereinfachte Kommunikation mit dem Finanzamt – Databox) Schritt für Schritt umsetzen.
Aber welchen Softwarehersteller kontaktieren? Wie finde ich den „Richtigen”? Wann sollten die Alarmglocken schrillen? „Wenn Ihnen vorkommt, dass auf Ihre persönlichen, kanzleirelevanten Prozesse nicht eingegangen, ausschließlich Vorgefertigtes angeboten wird oder Sie keinen persönlichen Ansprechpartner bekommen, dann sollten schon erste Warnlämpchen angehen”, warnt Experte Nowotny. Digitalisierung betreffe die Kernprozesse, sei quasi eine Operation am „offenen Herzen” der Kanzlei und daher Vertrauenssache. Es müsse „die Chemie stimmen”, dann würden die Digitalisierungsprozesse auch wie ­geschmiert ablaufen.

Mittendrin in Digitalisierung

„Eine gute Zusammenarbeit mit dem Softwarehersteller ist die Basis unseres Projekts”, meint Sabine Brandner, Steuerberaterin sowie dvo-Kundin, und erzählt aus der Praxis, nämlich über ihre eigenen Erfahrungen bei der Digitalisierung ihrer Kanzlei: „Die Auseinandersetzung mit den kanzleiinternen Prozessen und Abläufen vor Beginn der Digitalisierung hilft ungemein. Außerdem muss die Führungsebene die Digitalisierung vorleben.” Dennoch sei ihre Kanzlei, was den Digitalisierungsprozess betrifft, noch lange nicht am Ziel, sagt Brandner. Doch an diesem Weg führe nichts vorbei: „Die Zukunft hat bereits begonnen.”

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