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Corona ade! © Raiffeisen Bank International

Das Geschäft der RBI in Russland und der Ukraine läuft trotz der geopolitischen Spannungen normal.

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Das Geschäft der RBI in Russland und der Ukraine läuft trotz der geopolitischen Spannungen normal.

Redaktion 11.02.2022

Corona ade!

Die Raiffeisen Bank International lässt die Krise hinter sich – der Gewinn stieg über das Vorkrisenniveau.

WIEN. Während die Omikronwelle noch in vollem Gange ist, hat die Raiffeisen Bank International (RBI) die Krise bereits hinter sich gelassen.

Im Geschäftsjahr 2021 überstieg der Gewinn der Bank wieder das Vorkrisenniveau. Grund dafür ist die wirtschaftlich starke Entwicklung in der CEE-Region, wo die RBI in vielen Ländern tätig ist. Auch ein starkes Kreditwachstum und sinkende Risikokosten – trotz neuer Vorsorgen im Zuge des Russland-Ukraine-Konflikts – verhalfen zu mehr Gewinn.
„Wir haben sehr erfolgreich gearbeitet”, sagt RBI-CEO Johann Strobl zu den vorläufigen Jahreszahlen. Die Ergebnisse zeigten auch, dass man gelernt habe, mit den Einschränkungen der Pandemie umzugehen. Unterm Strich blieb bei der Bank 2021 ein Gewinn 1,37 Mrd. € übrig – das waren mehr als vor der Coronakrise: 2019 hatte die Bank ein Konzernergebnis von 1,23 Mrd. € erzielt.

Gewinnplus von 70 Prozent

Auch zum Vorjahr 2020 (804 Mio. €) verzeichnete die RBI ein klares Gewinnplus von 70%. Im vierten Quartal lag das Konzernergebnis bei 317 Mio. €, das war weniger als im Quartal davor (443 Mio. €).

In diesem Zeitraum wurden für Risikokosten (Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte) 150 Mio. € zurückgelegt.

Weniger Risikokosten

Das waren deutlich mehr als im Vorquartal mit 44 Mio. €. Im Jahresvergleich haben sich die Risikokosten jedoch deutlich verringert. Ende 2021 lagen sie bei 295 Mio. €, nach knapp 600 Mio. (598) zum Jahresende 2020.

115 Millionen hat die Bank für ein etwaiges Sanktionsrisiko rund um den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zurückgelegt. Die RBI beobachte die angespannte geopolitische Situation derzeit sehr genau. Generell seien die dortigen Institute der RBI aber gut aufgestellt, und das Geschäft laufe derzeit normal, der Marktanteil sei überdies gering. Über einen Rückzug denke man derzeit nicht nach. „Wir stellen derzeit keine derartigen Überlegungen an”, so Strobl.
Aus Bulgarien wird sich die RBI dagegen zurückziehen. „Das war für uns emotional keine einfache Entscheidung”, so der Bank-CEO. (rk)

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